ORF in der Kritik

Vor TV-Sendung: Morddrohung gegen Teilnehmer

Österreich
17.11.2007 17:06
Alarmstufe Rot rund um zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens! Vor einer TV-Diskussion drohte ein Unbekannter per Post, Teilnehmer wie Minister Erwin Buchinger zu ermorden. Rätselhaft: Der ORF dürfte das Schreiben erst Wochen später weitergeleitet haben. Jetzt bewachen Personenschützer den Politiker.
Sicherheitsstufe 4 Freitag im Amtsgebäude des Sozialministeriums am Stubenring in Wien. Die Bodenbarrieren sind ausgefahren, überall Securitys. Rein und raus geht es für die Mitarbeiter nur noch mit speziellen Plastikkarten.

Grund für die Maßnahmen: ein anonymes Schreiben, das Anfang November in der Redaktion der ORF-Sendung "Im Zentrum" einlangte. Darin wurde Sozialminister Erwin Buchinger und anderen Diskussionsteilnehmern offen mit der Ermordung gedroht. Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung ermittelt, hält sich aber naturgemäß bedeckt. "Wir nehmen die Angelegenheit ernst, denn auch andere Personen des öffentlichen Lebens wurden bedroht", so Referatsleiterin Isabella Wintersteiger.

Rätselraten um "umgehende" Weiterleitung der Drohungen
Minister Buchinger wurde Donnerstag deshalb unter Personenschutz gestellt. Rätselraten herrscht über die Rolle des ORF. Obwohl das brisante Schreiben laut Sprecher Michael Krause "umgehend weitergeleitet" wurde, traf es nämlich erst am Donnerstag, also knapp zwei Wochen nach der Sendung, bei den zuständigen Behörden ein.

Von Gregor Brandl

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