16.11.2007 16:20 |

Trendwende

Erstmals Trendwende in der AHS-Unterstufe

Die Senkung der Klassenschülerzahlen auf den "Richtwert" 25 im laufenden Schuljahr hat in der 1. Klasse AHS-Unterstufe zu einer drastischen Trendwende bei den Klassengrößen geführt - auch wenn nach wie vor weit mehr als die Hälfte der Klassen mehr als 25 Schüler haben. Demnach sitzen heuer "nur" mehr in 60 Prozent der ersten AHS-Klassen mehr als 25 Kinder, in den Jahren davor waren es mehr als 80 Prozent.

Seit Ende der 90er-Jahre waren die 1. AHS-Klassen immer größer geworden: Waren im Schuljahr 1999/2000 noch 70 Prozent mit mehr als 25 Schülern besetzt, stieg dieser Wert bis zum Schuljahr 2005/06 auf mehr als 83 Prozent, auch im vergangenen Schuljahr waren es rund 82 Prozent.

Anfang des laufenden Schuljahres war das Unterrichtsministerium noch davon ausgegangen, dass in 65 Prozent der ersten AHS-Klassen 25 Kinder und mehr sitzen. Dieser Wert hat sich etwa aufgrund sogenannter "Rückfluter" - Kinder, die zwar an einer AHS angemeldet waren, aber dann doch in den Pflichtschulbereich wechseln - auf 60 Prozent verringert.

Keine verlässlichen Daten für Volks- und Hauptschulen
Für die Pflichtschulen können dagegen keine verlässlichen Aussagen getroffen werden: Einerseits fehlen aufgrund der Umstellung auf das Bildungsdokumentationsgesetz in den vergangenen Jahren vielfach die Datengrundlagen, andererseits ist für das laufende Schuljahr die Meldefrist für die Übermittlung der Daten noch nicht abgelaufen. Die Ausgangslage: Im Vorjahr gab es in 15 Prozent der 1. Volksschul- und in 26 Prozent der 1. Hauptschulklassen mehr als 25 Kinder, für die drei Jahre davor fehlen Daten.

In den 1. Klassen Volksschule, Hauptschule, AHS-Unterstufe und Polytechnische Schule gilt seit dem laufenden Schuljahr bei der Klassenschülerzahl der "Richtwert" 25. Dies bedeutet, dass die Schulen die Ressourcen für eine Senkung der Klassenschülerzahl in den ersten Klassen auf 25 erhalten, die Senkung aber nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Zur Vermeidung von Abweisungen können auch größere Klassen gebildet werden.

Nicht betroffen von der Schülerzahlsenkung sind die berufsbildenden Schulen. Dementsprechend hoch sind auch die Schülerzahlen in den ersten Klassen: "Spitzenreiter" sind die Bundesbildungsanstalten für Kindergartenpädagogik (BAKIP), in denen praktisch alle ersten Klassen mehr als 25 Schüler haben. Auch an den HTL sind knapp 90 Prozent der ersten Klassen mit mehr als 25 Schülern besetzt.

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