Wie lange die Prüfung des Asylantrages der 39-Jährigen dauere, ist nicht bekannt. „Nach derzeit geltender Rechtslage“ kann vorerst „keine Abschiebung bis zu einer durchsetzbaren Entscheidung getroffen werden“, so Franz Prucher, Direktor der Sicherheitsdirektion Niederösterreich. Safete Zeqaj werde daher „nach Beendigung der Einvernahmen aus der Schubhaft entlassen werden“, erläuterte Prucher.
Es ist der bisher dritte Asylantrag der Familie in Österreich. Der neue Antrag wurde möglich, da die bisherigen Ansuchen vor Inkrafttreten des neuen Asylgesetzes (1. Jänner 2006) gestellt wurden. Außerdem hatte die damaligen Anträge der bereits in den Kosovo abgeschobene Ehemann von Safete Zeqaj gestellt.
Die von der Abschiebung bedrohte kosovarische Familie hatte sich am Mittwoch bei einer Pressekonferenz gestellt. Davor waren die Frau und ihre beiden Söhne sieben Wochen untergetaucht. Unmittelbar nach dem Gang an die Öffentlichkeit wurde die Mutter von der Fremdenpolizei festgenommen. Der Aufenthaltsort der beiden Söhne ist unbekannt.
Pröll: Aufenthalt "aus gewichtigen Gründen" abgelehnt
Unterstützung erhält die Familie von den Niederösterreich-Grünen. Landesgeschäftsführer Thomas Huber forderte ein humanitäres Bleiberecht für die Frau und ihre Söhne. Im Falle einer Abschiebung kündigte Huber bereits am Mittwoch an, alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen zu wollen. Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll erklärte am Mittwoch, ein Antrag auf humanitären Aufenthalt für die Familie sei seinerzeit „aus gewichtigen Gründen“ abgelehnt worden.










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