Amtsmissbrauch

Finanzprozess in Tirol geht in letzte Runde

Österreich
05.11.2007 09:25
In Tirols größtem Prozess gegen ehemalige Angestellte des Finanzamtes haben am Montagmorgen nach über einem Jahr Verhandlung die Schlussplädoyers der Anwälte begonnen. Ein Urteil in dem inzwischen rund 130.000 Seiten in 200 Bänden umfassenden Akt wird für Mitte November erwartet.

Angeklagt sind die Delikte des Amtsmissbrauches, der Abgabenhinterziehung und in einem Fall der Erpressung. Der Strafrahmen geht bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe. Alle Angeklagten sind unbescholten. Keiner von ihnen zeigte sich bisher geständig.

Seit 16. Oktober des vergangenen Jahres verhandelt ein Schöffensenat unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Schwurgerichtssaal des Landesgerichtes Innsbruck. Wie Verteidiger erhoben, wurden an bisher 71 Verhandlungstagen in rund 370 reinen Verhandlungsstunden die elf Angeklagten und rund 160 Zeugen einvernommen. Die Anklageschrift hat 280 Seiten.

Die Angeklagten sollen zwischen 1993 und 2002 Dutzende Unternehmen steuerschonend geprüft haben. An der Spitze des kriminellen Netzwerks standen der frühere Prokurist und der führende Amtsbetriebsprüfer.

Symbolbild

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.



Kostenlose Spiele