02.11.2007 18:43 |

Autofahrer-Schock

Preis für Benzin zieht Richtung 1,40 Euro

Schwere Zeiten für Autofahrer: Weil die Spekulation den Rohölpreis von einem Rekordhoch zum nächsten treibt, steigen auch die Spritpreise an den Zapfsäulen laufend. Experten befürchten, dass das Fass Öl demnächst 100 Dollar kosten wird, dann rückt ein Superbenzinpreis von 1,40 Euro in Reichweite.

Schon jetzt muss man für den Liter Super vereinzelt 1,30 Euro blechen, im Durchschnitt zahlt man 1,19 Euro. Besonders betroffen waren heuer bereits die vielen Dieselfahrer - der Dieselpreis ist auf der Überholspur. Seit Jahresbeginn kletterte der Preis für den Liter Diesel um mehr als zwanzig Prozent, bei Superbenzin waren es rund 18 Prozent, bei Normalbenzin zwölf.

Die einzige Waffe, mit der sich die Autolenker zur Wehr setzen können, sind penible Preisvergleiche. So betrug die Preisspanne bei Diesel am vergangenen Wochenende zwischen 1,05 und 1,21 Euro, bei Normalbenzin waren es pro Liter zwischen 1,07 und 1,255 Euro und bei Super bleifrei (95 Oktan) zwischen 1,109 und 1,275 Euro.

Grund: Spekulationen und Nervosität auf den Märkten
Besserung ist nicht in Sicht, im Gegenteil. Auf absehbare Zeit wird man sich auf weiter steigende Spritpreise einstellen müssen. Literpreise unter einem Euro gehören wohl der Vergangenheit an. Der Grund dafür sind die Nervosität und die Spekulationen auf den internationalen Märkten. Erst diese Woche erreichte der Rohölpreis mit 94 Dollar ein noch nie da gewesenes Niveau. Grund dafür sind die Spannungen im Nahen Osten.

Weiters treibt die ungebrochene Nachfrage in China und Indien die Verteuerung von Öl an. In China wurden kürzlich die staatlichen Spritpreise um acht Prozent hinaufgesetzt. Ein kleiner Hoffnungsschimmer kommt von der OMV: "Grundsätzlich gehen wir - wie der Großteil der Branche - davon aus, dass der Ölpreis in den nächsten Jahren zurückgehen wird."

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