Terroristen-Protest

Verurteilte Madrid-Attentäter im Hungerstreik

Ausland
02.11.2007 16:01
Aus Protest gegen ihre "ungerechten" langjährigen Haftstrafen sind zehn der wegen der Anschläge von Madrid verurteilten Attentäter in Hungerstreik getreten. Insgesamt waren 21 Drahtzieher des Attentats zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.
Die Häftlinge sitzen in verschiedenen Gefängnissen im Raum Madrid und in Alicante im Osten des Landes, wie die Behörden am Freitag mitteilten. Sie hätten das Personal darüber informiert, dass sie keine feste Nahrung mehr zu sich nähmen.

Ein Gericht hatte am Mittwoch 21 der 28 wegen der Bombenanschläge auf Madrider Pendlerzüge Angeklagten schuldig gesprochen und teilweise zu - allerdings nur symbolischen - mehreren tausend Jahren Haft verurteilt. Sie müssen faktisch maximal 40 Jahre im Gefängnis bleiben.

Unter den Häftlingen, die in Hungerstreik getreten sind, sind den Angaben zufolge der Marokkaner Jamal Zougam, der dem Urteil zufolge mindestens eine Bombe in einen der Züge gebracht hat, und sein Landsmann Othman Gnaoui, der die rechte Hand des Chefs der Operation gewesen sein soll. Bei den Anschlägen waren am 11. März 2004 insgesamt 191 Menschen getötet und 1.800 weitere verletzt worden.

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