Markus Kronthaler war einer der schillerndsten Tiroler Alpinisten: Mit 15 Jahren kletterte er bereits schwierigste Felstouren im Wilden Kaiser, mit 21 wurde er dort von einer Lawine verschüttet und überlebte. Mit 33 Jahren stand er auf der 8.046 Meter hohen Shisa Pangma, scheiterte mit 37 Jahren am 8.125 Meter hohen Nanga Parbat nur knapp.
Am 7. Jänner 2006 überlebte er einen Absturz über 150 Meter am Totenkirchl im Wilden Kaiser, am 7. Juli stand er auf dem 8.047 Meter hohen Broad Peak. Beim Abstieg starb er auf dem Gipfelplateau an Erschöpfung. "Markus liegt nur 30 Minuten vom Gipfel entfernt völlig frei und wurde von anderen Expeditionen nicht einmal zugedeckt. Im Gegenteil: Es wurden Fotos von der Leiche geschossen und im Internet veröffentlicht. Ich hole meinen toten Bruder zurück", hatte Georg Kronthaler im November in der "Krone" exklusiv angekündigt.
Urne wird in Kufstein beigesetzt
Am 17. Juni war Kronthaler mit den Tirolern Stefan Lackner (45) und Paul Koller (44) zur Expedition aufgebrochen - von vielen belächelt, weil bisher selbst Bergungen aus der "Todeszone" in 7000 Metern gescheitert waren. Die Leiche wurde Freitag ins Basislager auf 5.000 Meter gebracht. Sie wird in Pakistan verbrannt, die Urne auf dem Friedhof in Kufstein im bisher leeren Grab beigesetzt.
Von Günther Krauthackl
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