Nix für Kids

Jugendschutzgesetz verbietet Tetris

Web
15.05.2003 12:29
Seit April gilt in Deutschland das neue Jugendschutzgesetz. Als Konsequenz auf den Amoklauf von Erfurt macht es eine Alterskennzeichnung für Computerspiele zur Pflicht. Und eben diese macht harmlose Klassiker wie Tetris zum "Jugend gefährdenden" Game.
Sie sind gesetzlich bindend: Die "ab 6"-, "ab12"-, "ab 16"-, "ab 18"- oder "keine Beschränkung"-Stickerauf den Verpackungen der Computerspiele. Das neue Jugenschutzgesetzsieht vor, dass vor jedem Kauf eine Alterskontrolle per Ausweisüberprüfungdurchgeführt werden muss. Auch der Versandhandel muss dasAlter seiner Kunden nachweislich abfragen.
 
So gut die Absicht des Jugendschutzes im Fall Computerspieleauch sein mag, einen großen Nachteil hat sie jedoch: Allenicht vom Verband für Selbstkontrolle der UnterhaltungssoftwareDeutschland überprüften Spiele sind ab sofort nämlichnur noch für Erwachsene zugelassen. Klassiker aus früherenJahren - von Tetris bis Pacman -, die niemals einer Alterskontrolleunterzogen wurden, sind laut Gesetz nun "frei ab 18". Und das,obwohl Spielprinzip und Grafil denkbar harmlos sind.
 
Alte Spiele dürfen auch nicht mehr auf Flohmärktenund ähnlichen Marktplätzen angeboten werden, sondernnur noch in geschlossenen Geschäften, wo eine Altersüberprüfungstattfinden kann.
 
Übrigens: Freigaben und Selbstkontrollen fürDowbloads aus dem Internet fordert das neue Jugendschutzgesetznicht.
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