Kein Frieden in Sicht

Ukraine-Gipfel in Abu Dhabi wird verschoben

Außenpolitik
01.02.2026 12:14
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die nächste Gesprächsrunde zwischen Kiew, Moskau und Washington über ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ist nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf Mittwoch und Donnerstag verschoben worden – während Polen neue Vorfälle in seinem Grenzgebiet meldet.

„Die Termine für die nächsten trilateralen Treffen stehen fest: 4. und 5. Februar in Abu Dhabi“, erklärte Selenskyj am Sonntag im Onlinedienst X. Die direkten Verhandlungen zwischen Vertretern der USA, Russlands und der Ukraine in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate waren ursprünglich für diesen Sonntag geplant gewesen.

Kein Frieden in Sicht
Die Ukraine sei bereit für eine „substanzielle Diskussion“, so Selenskyj. Ziel sei es, einem „echten und würdigen Ende des Krieges“ näherzukommen. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

Vor einer Woche liefen die Gespräche zwischen Vertretern Russlands und der Ukraine unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter Vermittlung der USA mit ihrem Chefunterhändler Steve Witkoff. Diesmal sollten die Kriegsparteien ohne US-Vertreter verhandeln.

Zwar sprachen die Verhandlungsteams immer wieder von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung auf ein Friedensabkommen ist bisher aber nicht in Sicht. Vor allem ist weiter die für Moskau zentrale Territorialfrage offen. Russland verlangt, dass sich die Ukraine auch aus jenen Teilen des Donbass zurückzieht, die weiter von Kiew kontrolliert werden. Präsident Selenskyj hatte solche Gebietsabtretungen wiederholt abgelehnt.

Neue Vorfälle in Polen
Besorgniserregende Nachrichten kommen hingegen erneut aus Polen. Zum wiederholten Male innerhalb kurzer Zeit sind Flugobjekte aus Belarus in den polnischen Luftraum eingedrungen. In der Nacht auf Sonntag seien „Objekte in der Art von Ballons“ entdeckt worden, teilte das Operative Kommando der Streitkräfte in Warschau mit. Die militärischen Radarsysteme des EU- und NATO-Mitgliedstaats hätten ihren Flug überwacht.

Nach Angaben des Grenzschutzes handelte es sich wahrscheinlich um Schmuggelballons, mit denen Waren wie Zigaretten illegal über die Grenze gebracht werden sollen. Die Armee schloss indes nicht aus, dass es sich um einen Versuch gehandelt haben könnte, die Reaktionsfähigkeit der polnischen Luftverteidigungssysteme zu testen.

Zu ähnlichen Vorfällen war es bereits am Mittwoch und am Samstag gekommen. Polen hat an der Grenze zu seinem östlichen Nachbarland eine rund 180 Kilometer lange und rund 5,5 Meter hohe Barriere mit moderner Überwachungstechnik errichtet. Belarus ist ein enger Verbündeter Russlands, das seit 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt.

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