Australian-Open-Gewinn

Alcaraz schreibt mit Sieg gegen Djoker Geschichte!

Tennis
01.02.2026 12:50
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Er hat es tatsächlich geschafft und Geschichte geschrieben – Carlos Alcaraz hat heute nicht einfach nur die Australian Open 2026 mit einem Final-Sieg gegen Novak Djokovic für sich entschieden, er ist ab sofort auch mit 22 Jahren und 272 Tagen der jüngste Tennis-Profi aller Zeiten, dem der Karriere-Grand-Slam, also der Sieg bei allen vier Majors, gelungen ist!

Der Spanier besiegte den 38-jährigen Serben am Sonntag nach 3:02 Stunden mit 2:6, 6:2, 6:3 sowie 7:5 – und brachte damit Djokovics Traum vom 25. Major-Titel zum Platzen. Für den Weltranglisten-Ersten Alcaraz war es auch der siebente Grand-Slam-Sieg, der erste in „Down Under“.

Er kassiert für diesen Titel umgerechnet 2,44 Millionen Euro, Djokovic 1,26 Millionen Euro, doch das Preisgeld spielte in diesem Generationenkracher keine Rolle. Der Spanier stellte im Head-to-Head mit der Legende seines Sports auf 5:5. Für Djokovic reichten die Reserven nach seinem überraschenden Fünf-Satz-Sieg über Jannik Sinner im Halbfinale nicht mehr, um das „Double Sinner-Alcaraz“ zu schaffen.

Alcaraz: „Niemand weiß, wie hart wir gearbeitet haben“
Alcaraz hat nun nach je zwei Siegen bei den French Open, in Wimbledon und bei den US Open also auch im früheren „Wohnzimmer“ von Djokovic einen Triumph eingefahren. Erleichtert ließ er sich nach dem Matchball auf den Rücken fallen. „Wow. Zuerst möchte ich über Novak sprechen. Was du machst, ist wirklich inspirierend. Es ist mir eine Ehre, die Garderobe, den Platz mit dir zu teilen“, meinte Alcaraz. Den Sieg widmete er auch seinem Betreuerteam. „Niemand weiß, wie hart wir gearbeitet haben, um diese Trophäe zu gewinnen. Das ist auch eure Trophäe.“

Djokovic gratulierte sportlich fair seinem Bezwinger. „Was du leistest, beschreibt man am besten mit historisch und legendär. Du bist so jung, hast noch so viel Zeit – so wie ich“, scherzte der bald 39-Jährige und wandte dann einige Worte an Rafael Nadal im Publikum. „Es fühlt sich sehr komisch an, dich da oben und nicht hier zu sehen. Es war eine Ehre, dass du dieses Finale angesehen hast, danke, dass du hier warst“, sagte Djokovic, ehe er sich auch beim Publikum bedankte. „Ich habe hier noch nie so viel Zuneigung von den Fans erlebt.“

Djokovic startet fast perfekt
Der als Außenseiter gehandelte Djokovic startete sein elftes Finale in Melbourne wie aus einem Guss. Bei eigenem Aufschlag unantastbar nutzte er im vierten Game seinen dritten Breakball nach einem sehenswerten Schlagabtausch zum 3:1. In dieser Tonart ging es weiter, Djokovic gab beim Service nur zwei Punkte ab und beim Stand von 5:2 schaffte er gegen Alcaraz erneut das Break. Gleich den ersten Satzball nutzte der „Djoker“ nach 33 Minuten zum 6:2.

Doch dieses Level konnte der 24-fache Rekordsieger nicht in den zweiten Satz mitnehmen. Alcaraz steigerte zwar seine Aufschlagleistung, profitierte aber von weit mehr Fehlern des Serben, der zum 1:2 erstmals ein Break kassierte. Als der 16 Jahre ältere Djokovic eine Chance zum Rebreak ungenutzt ließ und Alcaraz nach 54 Minuten auf 3:1 stellte, reckte der Spanier vor den Augen von Rafael Nadal die Faust. Nun hatte der Weltranglisten-Erste ins Match gefunden. Immer souveräner agierte Alcaraz. Er nahm dem schwächelnden Djokovic das Service erneut zum 5:2 ab und servierte nach nur 69 Minuten sicher zum 6:2 aus.

Vorentscheidung in Satz drei
Der dritte Durchgang verlief zunächst ausgeglichener und einige Ballwechsel verzückten die 15.000 Fans in der Rod Laver Arena. Doch nach dem Break zum 3:2 für Alcaraz, waren die Weichen für den 22-jährigen Favoriten gestellt. Denn so sehr Djokovic auch kämpfte und rannte, der vom 5:27-Stunden-Halbfinale gegen Alexander Zverev gut erholte Alcaraz hatte den längeren Atem. Nach exakt zwei Stunden nutzte Alcaraz bei Aufschlag Djokovic seinen fünften Break- und Satzball zum 6:3.

Djokovic kämpfte leidenschaftlich weiter, wehrte u.a. im zweiten Game sechs Breakbälle ab. Das Husarenstück, als Djokovic vor sechs Jahren gegen Dominic Thiem im Finale ein 1:2 in Sätzen umdrehen konnte, gelang ihm aber nicht mehr. Am nächsten dran war er, als Djokovic bei 4:4 seinen ersten Breakball seit Satz zwei vorfand. Alcaraz bäumte sich auf und stellte auf 5:4. Djokovic hielt mit, musste aber zum 5:7 sein Service abgeben, Alcaraz nutzte seinen ersten Matchball.

1,36 Millionen Fans in drei Wochen
Die Veranstalter rund um Turnierboss Craig Tiley freuen sich einmal mehr über einen Zuschauerrekord: Seit Beginn des Hauptbewerbes kamen 1.150.044 Fans auf die Anlage, mit der Woche davor waren es 1.368.043.

Die Männer-Finale der Australian Open seit 2000:

  • 2000: Andre Agassi (USA) – Jewgenij Kafelnikow (RUS) 3:6, 6:3, 6:2, 6:4
  • 2001: Andre Agassi (USA) – Arnaud Clement (FRA) 6:4, 6:2, 6:2
  • 2002: Thomas Johansson (SWE) – Marat Safin (RUS) 3:6, 6:4, 6:4, 7:6
  • 2003: Andre Agassi (USA) – Rainer Schüttler (GER) 6:2, 6:2, 6:1
  • 2004: Roger Federer (SUI) – Marat Safin (RUS) 7:6, 6:4, 6:2
  • 2005: Marat Safin (RUS) – Lleyton Hewitt (AUS) 1:6, 6:3, 6:4, 6:4
  • 2006: Roger Federer (SUI) – Marcos Baghdatis (CYP) 5:7, 7:5, 6:0, 6:2
  • 2007: Roger Federer (SUI) – Fernando Gonzalez (CHI) 7:6(2), 6:4, 6:4
  • 2008: Novak Djokovic (SRB) – Jo-Wilfried Tsonga (FRA) 4:6, 6:4, 6:3, 7:6
  • 2009: Rafael Nadal (ESP) – Roger Federer (SUI) 7:5, 3:6, 7:6(3), 3:6, 6:2
  • 2010: Roger Federer (SUI) – Andy Murray (GBR) 6:3, 6:4, 7:6(11)
  • 2011: Novak Djokovic (SRB) – Andy Murray (GBR) 6:4, 6:2, 6:3
  • 2012: Novak Djokovic (SRB) – Rafael Nadal (ESP) 5:7, 6:4, 6:2, 6:7(5), 7:5
  • 2013: Novak Djokovic (SRB) – Andy Murray (GBR) 6:7(2), 7:6(3), 6:3, 6:2
  • 2014: Stan Wawrinka (SUI) – Rafael Nadal (ESP) 6:3, 6:2, 3:6, 6:3
  • 2015: Novak Djokovic (SRB) – Andy Murray (GBR) 7:6(5), 6:7(4), 6:3, 6:0
  • 2016: Novak Djokovic (SRB) – Andy Murray (GBR) 6:1, 7:5, 7:6(3)
  • 2017: Roger Federer (SUI) – Rafael Nadal (ESP) 6:4, 3:6, 6:1, 3:6, 6:3
  • 2018: Roger Federer (SUI) – Marin Cilic (CRO) 6:2, 6:7(5), 6:3, 3:6, 6:1
  • 2019: Novak Djokovic (SRB) – Rafael Nadal (ESP) 6:3, 6:2, 6:3
  • 2020: Novak Djokovic (SRB) – Dominic THIEM (AUT) 6:4, 4:6, 2:6, 6:3, 6:4
  • 2021: Novak Djokovic (SRB) – Daniil Medwedew (RUS) 7:5, 6:2, 6:2
  • 2022: Rafael Nadal (ESP) – Daniil Medwedew (RUS) 2:6, 6:7(5), 6:4, 6:4, 7:5
  • 2023: Novak Djokovic (SRB) – Stefanos Tsitsipas (GRE) 6:3, 7:6(4), 7:6(5)
  • 2024: Jannik Sinner (ITA) – Daniil Medwedew (RUS) 3:6, 3:6, 6:4, 6:4, 6:3
  • 2025: Jannik Sinner (ITA) – Alexander Zverev (GER) 6:3, 7:6(4), 6:3
  • 2026: Carlos Alcaraz (ESP) – Novak Djokovic (SRB) 2:6, 6:2, 6:3, 7:5
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