13.05.2003 15:30 |

PC-Wurm im Dialekt

Neuer Wurm spricht Wienerisch

Ein neuer Computerwurm macht das Internet unsicher. „Fizzer“ verbreitet sich rasend schnell im Netz. Der Wurm versendet sich per E-Mail automatisch über einen eigenen SMTP-Server und infiziert die Rechner auch über Tauschbörsen wie KaZaA. Betroffen sind dabei PCs mit Windows Betriebsystem. Besonders "fies" an Fizzer: Er übernimmt bestehende Betreffzeilen und spricht dadurch sogar Dialekt.
Mit wechselnden Betreff-Zeilen steuert der Wurmalle Adressen aus dem Windows-sowie Outlook-Adressbuch an. Umdie Empfänger zu täuschen werden lokal gefärbteBetreffe verwendet. Da kann es schon einmal passieren, dass derVirus Wienerisch spricht. Die Dateianhänge sind in der Regel.exe,.pif, .com oder .scr. Außerdem soll der Wurm in regelmäßigenAbständen eine Geocities-Website nach Updates durchsuchen.
 
Ist er in das System eingedrungen, installiert"Fizzer" einen Keylogger, der alle Tastatur-Anschläge aufzeichnetund in einer Datei speichert. Ein ebenfalls auf die Festplattekopiertes "Backdoor-Utility" erlaubt das Auslesen dieser Datei.Besonders gemein: es werden Scan-Routinen einiger gängigerAntiviren-Programme nach jedem Neustart deaktiviert.
 
Übergreifen nach Europa
Bisher wurden vor allem Systeme in Asien und denUSA infiziert, doch jetzt scheint die Infektionsrate auch in Europazu steigen. MessageLabs hat die Warnung auf "High-Risk" gesetzt.Im deutschsprachigen Raum werden Fizzer erhöhte Verbreitungschanceneingeräumt, weil viele der Betreffzeilen in deutscher Spracheabgefasst sind.
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