Mi, 18. Juli 2018

"Glücksspiel"

22.11.2017 10:19

Belgien fordert EU-weites Lootbox-Verbot in Games

Die belgische Glücksspielbehörde hat sogenannte Lootboxen in Spielen als Glücksspiel eingestuft. Die "Beutekisten" seien besonders für Kinder gefährlich, so die Behörde in ihrem Urteil. Mit Unterstützung des belgischen Justizministers soll nun ein EU-weites Verbot für Lootboxen erwirkt werden.

Stein des Anstoßes: In "Battlefront 2" können die Spieler, ähnlich wie etwa in Blizzards Multiplayer-Shooter "Overwatch", sogenannte Lootboxen erwerben. Dabei handelt es sich im Grunde im digitale Überraschungseier, die zufällige Items enthalten, die der Spieler dann im Spiel nutzen kann. Diese Lootboxen können entweder mit Spielgeld freigeschaltet, oder mit echtem Geld gekauft werden.

In Belgien rief dieses Geschäftsgebaren die Glücksspielbehörde auf den Plan. Sie prüfte, wie stark sich das Zufallsprinzip bei den Lootboxen auf das Spielerlebnis auswirkt. Außerdem ging sie der Frage nach, wie sich die Mechanik auf Minderjährige auswirkt: Verspüren sie womöglich Zwang, Geld im Spiel auszugeben, um sich mit ihrem digitalen Sternenkrieger mit anderen messen zu können?

Justizminister strebt Lootbox-Verbot an
Ja, lautete nun das offizielle Urteil der Behörde. Das Vermischen von Geld und Sucht sei Glücksspiel. Rückendeckung bekommt die Behörde von Belgiens Justizminister Koen Geens. Auch er sprach gegenüber nieuws.vtm.be von einer "Gefährdung für die geistige Gesundheit" durch die Mischung von Glücksspiel und Gaming, "besonders in jungen Jahren". Geens strebt nun ein EU-weites Lootbox-Verbot in Spielen an. "Wir werden sicherlich versuchen, es zu verbieten", sagte er. Aber das brauche Zeit, "denn dafür müssen wir nach Europa."

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.