Mo, 18. Juni 2018

"Krone"-Test in USA:

25.07.2017 17:56

Training im einzigen Sandkisten-Gym der Welt

Leiden, wo man als kleines Kind gespielt hat: In Los Angeles trainieren Sportler und Hobbyathleten im einzigen "Sandbox"-Fitnessstudio der Welt nicht auf Matten, sondern im knöchelhohen Sand. Die "Krone" hat den neuen Trend getestet.

Zugegeben, die ersten Schritte machen Spaß. Der Sand rieselt zwischen den Zehen, barfuß folgt man den Anweisungen von Cheftrainerin Jessica Gilbert, die im Duktus aller Aerobic Trainer der Welt klassische Übungen ansagt: Kniebeugen, kurze Sprints, Hampelmänner. Alles machbar. Doch die Freude über den neuen, ungewohnten Untergrund hält nur wenige Minuten. Denn bald einmal versagen unerwartet die Waden. Der Puls schnellt in die Höhe, der Widerstand des zähen Bodens raubt einem den Atem. Ein erster Blick auf die Uhr über dem raumfüllenden Spiegel, ein erstes Gefühl der Verzweiflung - noch 40 Minuten.

Mehr Leistung bei weniger Belastung
Doch man quält sich immerhin vernünftig: "Wir verbrennen hier durch den erhöhten Sand-Widerstand in der gleichen Zeit um bis zu 30 Prozent mehr Kalorien als durch gewöhnliches Training", erklärt Jessica nach der Stunde. "Wir erreichen eine hohe Intensität mit sehr geringer Belastung der Gelenke." Das leuchtet ein: Immerhin landet man nach jedem Strecksprung im Sand sanfter als auf einer harten Trainingsmatte.

Im Stationsbetrieb geht es von wackligen Surfbrett-Simulatoren zu zehn Kilo schweren Sandsäcken und weiter zu schwarz-gelben TRX-Bändern, die von der Decke baumeln und die eigene Körperkraft fordern. Am Ende der 45 Minuten-Einheit ist die Kleidung durchnässt, der Schweiß glänzt, das geistige Seelenheil wiederhergestellt. Überall klebt Sand. Deshalb haben die erfahrenen Teilnehmer links und rechts also in langen Sportleggins trainiert.

Paul Tikal
Paul Tikal

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