06.12.2006 14:16 |

Revolutionär

Herkömmliches Blatt Papier als Datenspeicher

Einem indischen Studenten ist es gelungen, ein herkömmliches Papier als Speicher für Daten zu verwenden. Die Technik greift dabei nicht auf das Speichern von Daten in binärem Code zurück, sondern wandelt diese in komplexe geometrische Formen um, die das Regenbogenspektrum an Farben und deren Kombinationsmöglichkeit ausnutzen.

Mittels eines speziellen Druckers können die Daten in dieser Form komprimiert auf Papier oder ein anderes Material wie zum Beispiel Plastik gedruckt werden. Ein ebenfalls entwickelter Scanner liest die Vorlage aus und wandelt diese mithilfe der dazugehörigen Software wiederum in Daten um.

Den Beweis, dass ein A4-Blatt tatsächlich in der Lage ist, mehrere Gigaybte an Daten zu speichern, muss Abideen zwar erst erbringen. In einer internen Präsentation im Forschungslabor am MES College of Engineering in Kuttipuram konnte der Student aber zeigen, wie ein 432-Seiten-Dokument und ein 45-Sekunden-Video auf einem fünf mal fünf Zentimeter großen Blatt Papier gespeichert und wieder ausgelesen werden.  

Eigenen Angaben zufolge arbeitet Abideen bereits daran mithilfe seiner Technologie eine papier- oder kunststoffbasierte Karte zu entwickeln, die in der Größe einer herkömmlichen SIM-Karte fünf Gigabyte an Daten speichern kann. Der Entwickler glaubt, dass kleinere Scanner zukünftig auch in Mobiltelefonen oder Laptops eingebaut werden können, um derartige Datenkarten auszulesen. (pte)

Donnerstag, 17. Juni 2021
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