30.06.2017 16:42 |

Schwindel flog auf

Hochzeitsaffäre um falsche Fürstin in Vorarlberg

Gekaufter Adelstitel im Internet, Fantasie-Visitenkarten und erfundene Mitgliedschaften in Millionärs-Vereinigungen - als falsche Fürstin Anja Sofia versprach eine gelernte Altenpflegerin zwei Vorarlbergern die ewige Liebe. Nun sitzt sie als Betrügerin hinter Schloss und Riegel.

Mit ihrem Alias-Namen Fürstin Anja Sofia von Liechtenstein zu Sternberg führte die Verdächtige - gelernte Altenpflegerin und sechsfache Mutter - Anja D. ein Leben in Saus und Braus und so manchen Mann hinters Licht. Zwei Opfer stammen aus Vorarlberg. Ein Immobilientreuhänder hätte seine vormals Angebetete am 18. August dieses Jahres heiraten sollen. Den gleichen Plan - mit derselben Frau -, jedoch am 11. September, hatte auch ein IT-Berater.

Neues Auto, Beauty-OP, Luxus-Urlaube
"Wir haben uns über Facebook kennengelernt. Sie erzählte mir, dass sie ein Gestüt mit 40 Pferden in Ostdeutschland habe und von deren Zucht lebe", erinnert sich eines der Opfer. Ähnliche Märchen tischte die "Fürstin" auch dem zweiten Mann auf. Zum Glück erkannten die beiden das abgekartete Spiel. Doch zuvor hatten sie ihrer Prinzessin alle Wünsche von den Augen abgelesen und Tausende Euros verpulvert: neues Auto, Beauty-OP, Luxus-Urlaube und teure Kleider.

26.000-Euro-Rechnung "vergessen"
Mit derselben Masche hatte es die Pseudo-Adelige auf Mallorca in die Schlagzeilen gebracht. Auf der spanischen Sonneninsel im Mittelmeer hatte sie eine 26.000-Euro-Rechnung "vergessen". Die deutschen Behörden stellten ihr vor einem kurzen Karibik-Trip unlängst eine Falle, seitdem sitzt Anja D. in Haft.

Chantal Dorn und Matthias Lassnig, Kronen Zeitung

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