36-Jährige starb

Gutachter: Migräne-Diagnose nicht nachvollziehbar

Österreich
02.06.2017 06:57

Harte, aber klare Worte findet der Gerichtsgutachter rund um den tragischen "Migräne-Tod" einer zweifachen Mutter (36) aus Bad Zell in Oberösterreich. Der Salzburger Primar nennt die letztlich wohl tödliche Migräne-Diagnose einer Assistenzärztin wörtlich "nicht nachvollziehbar".

"Es ist selten, dass ein Gutachter so klare Aussagen macht", freut sich der Linzer Anwalt Johannes Hintermayr, der den Witwer und die beiden Halbwaisen vertritt. Tatsächlich listet Primar Michael Huemer in seinem Gutachten minutiös die Fehler bei der Behandlung in der Notfallambulanz der Barmherzigen Brüder auf.

Migräne-Diagnose "ohne ausreichende Belege"
"Ein Hauptproblem des Ambulanzberichtes besteht darin, dass die Tragweite der eigenanamnestischen Angaben mit passageren sensomotorischen Halbseitenzeichen links unterschätzt wurde", so Huemer. Die Patientin hatte über eine Lähmung des linken Vorfußes geklagt. "Das Vorbestehen eines Migräneleidens wurde impliziert, ohne dass hierfür ausreichende Belege ersichtlich sind", erklärt er weiter. Die falsche Migräne-Diagnose sei "nicht nachvollziehbar".

Kronen Zeitung

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