Di, 25. September 2018

Statue "zu anstößig"

29.05.2017 09:11

Zu nackig für Facebook: Herkules bekommt Badehose

Weil Facebook den nackten Hintern einer Herkules-Statue im hessischen Kassel beanstandet hat, haben Tourismuswerber dem Denkmal kurzerhand eine Badehose "angezogen". Im Internet stößt die Doppelmoral des sozialen Netzwerks auf Kritik.

Mit einer Bildergalerie wollte die "GrimmHeimat NordHessen" auf Facebook die Sehenswürdigkeiten der Region bewerben - darunter auch das unbekleidete Wahrzeichen der Stadt Kassel von hinten, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Für Facebook war das offenbar zu viel des Guten: Das Bild der nackigen Kehrseite wurde gesperrt. "Anstößiger Inhalt", lautete die Begründung.

So einfach wollten sich die Touristiker jedoch nicht geschlagen geben: Mittels Bildbearbeitungsprogramm zogen sie dem Denkmal kurzerhand eine rote Badehose an. In ähnlichen Fällen habe Facebook den Unterschied zwischen Pornografie und einer Statue, die zum Weltkulturerbe gehört, zwar stets eingesehen, "aber wir haben gedacht, bevor wir uns jetzt lang hin und her streiten, ziehen wir ihm einfach eine Badehose an - da haben wir sogar noch mehr Aufmerksamkeit", kommentierte Tourismus-Leiterin Ute Schulte den Vorfall.

Auf Facebook selbst wundern sich viele - einmal mehr - über die Zensurpolitik des sozialen Netzwerks. "Mehr Bigotterie und Prüderie à la USA / Facebook geht wohl nicht. Ich fordere, dass der Obelisk in Washington D.C. als unverkennbares Phallus-Symbol sofort unkenntlich gemacht wird", schreibt etwa ein Nutzer. Ein anderer ergänzt: "Die Amis und ihre Doppelmoral."

 krone.at
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