Was einmal im Internet steht, bleibt im Internet. Seit einem Jahr führen falsche Öffnungszeiten die Patienten eines Feldkirchner Augenarztes online in die Irre. Mal ist von einer geschlossenen Praxis die Rede, dann wieder von Öffnungszeiten bis spätnachts. Der Doktor vermutet Sabotage und hat einen Juristen eingeschaltet.
Seit einem Jahr muss sich Ordinationsleiterin Ingrid Berger mit den Falschmeldungen im Internet herumschlagen. Auf mehreren Seiten wurden die Öffnungszeiten falsch angegeben - Patienten, die sich auf die Einträge verlassen, kommen nicht, weil die Praxis angeblich geschlossen sei. "Sobald etwas im Internet steht, ist es ein Fluch", sagt Walter Berger. Über einen Anwalt hat er beim Internetsuchmaschinenbetreiber Google interveniert - zumindest auf einer Seite konnten die Angaben richtiggestellt werden.
Die Gerüchte von der geschlossenen Praxis, dass der Mediziner bereits in Pension oder krank sei, verbreiten sich jedoch weiter. Falschmeldungen, die mittlerweile auch auf Facebook kursieren, haben sogar dazu geführt, dass Allgemeinmediziner und Spitalsärzte Überweisungen verweigert haben: Der Arzt sei ja in Pension, heißt es. Besonders Problematisch ist es für Patienten mit besonders weiten Anfahrtszeiten - wie aus der Steiermark, dem Lavanttal oder Oberkärnten - die sich nicht auf die Infos aus dem Internet verlassen können.
Über die Ursache der Falschinformation kann nur spekuliert werden. "Ich glaube, irgendjemand will uns schaden", vermutet der Augenarzt. Fakt ist: Er hat weiter geöffnet. Richtige Auskünfte zur Öffnungszeit gibt es telefonisch in der Praxis - mit Gewähr.
Thomas Leitner, Kärntner Krone
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.