20.04.2017 10:44 |

Tiko im Einsatz

Hündin lag nach Rauferei blutüberströmt im Bad

Ein schrecklicher Anblick bot sich den Tierrettungsfahrern vom Tiko Klagenfurt: Nach einer Rauferei mussten sie eine blutüberströmte Hündin aus einer Wohnung bergen, da die Besitzer dazu nicht in der Lage waren. Und ein weiterer Hund wurde von einem Holzbalken lebensgefährlich verletzt - er starb.

In eine Klagenfurter Wohnung wurden die Tierrettungsfahrer vom Tiko gerufen, da zwei Hunde gerauft hatten und die Besitzer nicht in der Lage waren, die schwer verletzte Hündin zum Tierarzt zu bringen. "Das Tier lag blutüberströmt im Bad , nur in ein Handtuch eingewickelt. Ich habe es behutsam aufgehoben und ins Rettungsauto getragen. Auch die zweite Hündin kam dann zitternd zu mir, sie hatte zum Glück nur ein paar Kratzer", so Verena Debelak vom Tiko. Die Familie war mit drei Hunden und zwei Kindern überfordert. "Deshalb haben sie die Staff-Hündin 'Shila' am nächsten Tag ins Tiko gebracht. Ich habe eine Platzkontrolle bei der Tierschutzombudsfrau beantragt."

"Tierrettungsfahrer kommen an ihre Grenzen"
Ein paar Tage zuvor gab es noch einen anderen traurigen Fall. Ein kleiner Yorkshire Terrier war von einem Holzbalken getroffen worden und für die Besitzer gab es keine Möglichkeit, zum Tierarzt zu fahren. Die Tierrettung brachte den kleinen Kerl zu Tiko-Präsidentin und Tierärztin Dr. Evelin Pekarek, die den kleinen Hund leider erlösen musste. "Er hatte zu schwere, innere Verletzungen", so Tierrettungsfahrer Ron Treffner. "Solch traurige Fälle sind für unsere Tierrettungsfahrer nicht leicht zu verkraften. Das bringt sie an ihre Grenzen", so Sonja Widerström vom Tiko.

Claudia Fischer, Kronen Zeitung

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