11.04.2017 09:23 |

Gefälschte Angebote

Händler auf Amazon zunehmend im Visier von Hackern

Drittanbieter auf Amazon geraten zunehmend ins Visier von Cyber-Kriminellen. Diese verschafften sich mit gestohlenen Daten Zugang zu den Angebotsseiten und lockten Verbraucher etwa mit gefälschten und besonders günstigen Angeboten, berichtete das "Wall Street Journal".

Demnach sollen unbekannte Angreifer in den vergangenen Wochen die Bankdaten von Amazon-Konten aktiver Händler manipuliert und diese um Zehntausende Dollar geprellt haben. Oftmals würden die Händlerseiten auch missbraucht, um nicht existierende Ware zu verkaufen.

Die Masche ist auch in Deutschland bekannt. Das Online-Magazin "Heise" berichtete etwa im Februar über rund 200 gekaperte Verkäuferkonten, die ein Leser innerhalb von nur drei Wochen ermittelt hatte. Teilweise sollen die Betrüger bis zu 200.000 nicht existente Artikel eingestellt haben. Amazon hatte die Shops vielfach binnen weniger Stunden nach Bekanntwerden vom Netz genommen, neue kamen aber immer wieder hinzu.

Amazon-Konten zu hacken sei eine zunehmend große Sache, sagte Juozas Kaziukenas von der Beratungsfirma Marketplace Pulse dem "Wall Street Journal". "Der Wert, der erreicht werden kann, wird immer größer, weil Amazon wächst."

Polizei mahnt zu Vorsicht
Polizei und Verbraucherschützer warnen davor, auf offensichtliche Lockangebote einzugehen. Bei Produkten, die deutlich unter dem üblichen Preisrahmen angeboten werden, sei Vorsicht geboten. Auch sollten Kunden stutzig werden, wenn etwa Barzahlung oder Vorkasse verlangt werde. Bezahlvorgänge und Kommunikation, die außerhalb von Amazon ablaufen, könnten über Amazon nicht abgesichert werden.

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