Di, 21. August 2018

Trümmerl-Drohne

30.03.2017 11:51

"Dogdrones" soll Hundekot-Problem bereinigen

Was vorne reinkommt, muss hinten irgendwann auch wieder raus. Das gilt auch für unsere lieben Vierbeiner, deren Hinterlassenschaften vor allem im innerstädtischen Bereich ein echtes Problem darstellen können. Die niederländische Hunde-Plattform tinki.nl möchte diesem nun im Rahmen einer Initiative mit High-Tech begegnen und Drohnen und Roboter in den Kampf gegen die Hundstrümmerl schicken.

Der gemeine Hund kackt laut tinki.nl 2,3 Mal am Tag und hinterlässt dabei durchschnittlich 230 Gramm mehr oder minder duftenden Kots. Hochgerechnet aufs gesamte Jahr entstünden so rund 84 Kilo Hundstrümmerl - bei geschätzt 1,5 Millionen Hunden kämen so alleine in den Niederlanden alljährlich 1,3 Milliarden Trümmerl im Gesamtgewicht von 126 Millionen Kilogramm zustande.

Bei nicht fachgerechter Entsorgung stelle dies ein echtes Problem dar, warnt Tinki: Bakterien, Viren, Parasiten und Würmer im Kot stellten vor allem für Kinder ein Gesundheitsrisiko dar. Abhilfe schaffen soll daher künftig ein gemeinsam mit dem internationalen Drohnentestzentrum Space53 entwickeltes High-Tech-Gespann, bestehend aus einer Drohne in der Luft und einem Roboter am Boden.

Mittels Wärmebildkamera soll die "Watchdog 1"-Drohne von der Luft aus die noch frischen Trümmerl aufspüren und die per GPS aufgezeichneten Standortinformationen anschließend an den Roboter "Patroldog 1" weiterleiten, der quasi die Drecksarbeit am Boden erledigt und die Hundstrümmerl schnellstmöglich aufsammeln soll.

Aktuell befindet sich die Trümmerl-Polizei allerdings noch im Teststadium. Aufgrund fehlender Regularien in den Niederlanden müssen die Drohnen zudem noch von Menschenhand gesteuert werden. Test-Piloten können sich derzeit auf der Website des Projekts für eine Stelle als Trümmerl-Jäger bewerben.

 krone.at
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