Agrarmarketing Tirol

Tiroler Produkte in 90 öffentlichen Institutionen

Tirol
08.02.2017 16:23

216 Lebensmittel tragen das Qualitäts-Gütesiegel der Agrarmarketing Tirol. Im Vorjahr haben die Verantwortlichen den Schritt in die öffentlichen Einrichtungen gewagt ein Projekt, das von Erfolg gekrönt war: 90 von 110 Institutionen verwenden mittlerweile heimische Produkte. Dementsprechend positiv fällt die Bilanz aus.

"Vor einem Jahr haben wir begonnen, die öffentlichen Einrichtungen über Bezugsquellen heimischer Lebensmittel zu informieren und Verbesserungspotenzial auszuloten", sagt Wendelin Juen, Geschäftsführer der Agrarmarketing Tirol, und ergänzt: "Nun trägt unsere Arbeit Früchte: 90 von 110 Großküchen haben das Angebot angenommen."

Bei Käse ist noch Luft nach oben

Die Institutionen legen monatlich ihre Daten über den regionalen Einkauf offen, die von den Mitarbeitern des Agrarmarketing Tirols analysiert werden. "Bei den Produkten Milch, Joghurt, Butter, Topfen sowie Rahm/Sauerrahm liegt der Regionalanteil zwischen 80 und 100 Prozent", klärt Obmann Josef Geisler auf. Bei Käse sei hingegen noch ein Steigerungspotenzial vorhanden es wurde lediglich ein Regionalanteil von insgesamt 28 Prozent erreicht.

Uniklinik in Innsbruck ist einer der Partner

Die Uniklinik Innsbruck zählt dabei zu jenen Institutionen, die heimische Produkte auf den Tisch bringen. "Unser jährliches Lebensmittelbudget beträgt rund 3 Millionen Euro. 44 Prozent der Aufträge ergehen dabei an Tiroler Firmen", verdeutlicht Peter Steiner, der kaufmännische Direktor. Produktgruppen wie Teigwaren, Obst oder Fisch, die in Tirol nicht in großen Mengen verfügbar sind, werden zumeist von heimischen Lieferanten bezogen. "Wir kooperieren auch mit Direktvermarktern. Das Besondere: Wir erarbeiten mit den Produzenten die Anbaupläne. Somit wissen sie genau, welche Menge sie für das bevorstehende Jahr anbauen müssen und wir garantieren außerdem die Abnahme", informiert Steiner.

Neue Qualitätsprodukte

Nicht nur der Schritt in die Großküchen wurde gewagt, sondern auch das Angebot der Produkte mit dem Gütesiegel "Qualität Tirol" wurde erweitert und zwar etwa um die Almmilch. Und was folgt heuer? "Ein Felsenkeller für die Käsereifung soll voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte realisiert werden", verrät Juen.

Jasmin Steiner, Kronen Zeitung

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