02.02.2017 09:14 |

Internetsicherheit

Millennials oft zu unbekümmert im Netz unterwegs

Österreichs sogenannten Millennials - der Generation der heute 13- bis 30-Jährigen - mangelt es an Sicherheitsbewusstsein im Internet. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Institut YouGov im Auftrag von Google durchgeführt hat. Demnach hat etwa bereits die Hälfte der Befragten ihr Passwort an jemanden aus dem Freundes- oder Familienkreis weitergegeben.

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Damit liegen die einheimischen Digital Natives im Europa-Durchschnitt. Am sorglosesten bei der Weitergabe von Passwörtern sind junge Niederländer - 57 Prozent haben ihr Passwort schon an Menschen weitergegeben, "denen sie vertrauen".

Wenig Sorgfalt bei der Passwort-Wahl
Auch bei der Gestaltung von Passwörtern neigen die österreichischen Jugendlichen im europäischen Vergleich eher zum Risiko. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) nutzt dasselbe Passwort für einige oder die meisten ihrer Online-Services. Jeder Zehnte benützt sein Geburtsdatum oder Teile davon als Passwort, fünf Prozent der Befragten verwendet "Passwort" als Passwort für einen oder mehrere Online-Dienste.

Beinahe jeder Zehnte (neun Prozent) verwendet nur Nummern, die in einer Reihe auf der Tastatur liegen. Jeder Zwanzigste (fünf Prozent) Buchstaben, die auf der Tastatur in einer Reihe liegen (z. B. q, w, e, r, t, z). Nur ein Prozent der Jugendlichen hat angegeben, keine Online-Services zu verwenden, die ein Passwort benötigen.

Keine Angst vor Hackern
Die Sorge der Millennials, dass die eigenen Daten nicht sicher sind bzw. gehackt werden könnten, ist in Österreich besonders gering ausgeprägt. Nur ein Drittel (33 Prozent) befürchtet, gehackt zu werden. Damit ist Österreich im internationalen Vergleich auf dem vorletzten Platz. Lediglich in den Niederlanden (22 Prozent) sorgen sich noch weniger Jugendliche um den Verlust ihrer Daten. Die größte Angst, gehackt zu werden, haben Jugendliche in Frankreich (75 Prozent).

Eine sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung mittels einer Kombination zweier unterschiedlicher, unabhängiger Komponenten zum Schutz ihrer Daten verwenden hierzulande 53 Prozent der Befragten. Im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern bildet Österreich in diesem Punkt das Schlusslicht. Am stärksten setzen Jugendliche in Griechenland mit 76 Prozent auf eine doppelte Absicherung ihrer Daten.

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