Mit Skateboards, Roller, dem Rad und Co. haben Klimakleber der Letzten Generation Freitagfrüh gewaltig für Chaos auf der A4 gesorgt. Mit ihren Fortbewegungsmitteln hatten die Aktivisten die Fahrbahn blockiert, auch vom Kleber wurde abermals Gebrauch gemacht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Rund 50 Protestler haben sich am Freitag in der Früh auf der Ost-Autobahn (A4) versammelt und den Verkehr lahmgelegt. Laut Angaben der Gruppierung klebten sich einige stadteinwärts auf der Höhe Simmeringer Haide unter anderem auf der Straße fest oder blockierten mit Skateboards, Rädern, Rollern und Co. den Verkehr.
„Skateboard auf A4 weniger absurd als die Regierung“, lautete das Statement der Letzten Generation auf der Plattform „X“. Sie kritisieren abermals die Ignoranz der Regierung in der Klimapolitik. „Diese Tatsache ist inmitten der Klimakrise noch absurder als Roller auf der Autobahn“, so die Aktivisten.
Die Polizei löste die Versammlung wenig später auf, es gab umfangreiche Staus. Am Nachmittag wurde bekannt, dass 31 Aktivisten festgenommen wurden. „Sowohl den festgenommenen Personen als auch den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Störaktionen drohen aufgrund der getätigten Tatbestände empfindliche Strafen“, hieß es seitens des Innenministeriums.
Es ist nicht einmal einen Tag her, als die Letzte Generation zuletzt für Aufregung in der Bevölkerung gesorgt hatte. Und zwar im Burgtheater: Dort hatten Demonstranten eine Aufführung von Goethes „Faust“ unterbrochen. Die Aktivisten riefen Parolen, stiegen auf die Bühne und präsentierten dort Banner mit der Aufschrift „Recht auf Überleben“. Auch in diesem Fall musste die Polizei anrücken. Nach einer 45-minütigen Unterbrechung verließen die Aktivisten die Bühne wieder.
975 Festnahmen seit dem Vorjahr
Insgesamt wurden seit Beginn des Vorjahrs in Österreich 975 Klimaaktivisten festgenommen. Immer wieder werden Kundgebungen untersagt und von der Polizei beendet. Das ist laut dem Innenministerium dann der Fall, wenn es zu Behinderungen kommt. In den anderen Fällen sind Verwaltungsanzeigen gegen die Beteiligten aber ebenfalls üblich.
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