Mo, 20. August 2018

In Oberösterreich

28.12.2016 10:41

Luchse trotz Abschüssen wieder auf dem Vormarsch

Die stark gefährdeten Luchse sind trotz illegaler Abschüsse in Oberösterreich auf dem Vormarsch, hat der Landesjagdverband am Mittwoch in einer Presseaussendung bilanziert. Er wirbt um mehr Akzeptanz für die Pinselohren.

Der Luchs ist im 19. Jahrhundert in Österreich ausgerottet worden. Ende des 20. Jahrhunderts wurden mehrere Versuche unternommen, diese Tierart wieder anzusiedeln. Aktuelle Schätzungen gehen laut Landesjagdverband davon aus, dass acht bis neun Luchse im Mühlviertel leben. Die Gesamtpopulation im bayrisch-böhmisch-österreichischen Gebiet wird auf 60 bis 80 Tiere geschätzt. Im Voralpen- und Alpenraum Oberösterreichs sollen es ebenfalls so viele Exemplare sein.

Mehrere aktuelle Sichtungen
In den vergangenen Wochen waren Rufe der Luchse im südwestlichen Teil des Bezirks Urfahr-Umgebung gehört worden. "Belegte Sichtungen gab es im Bereich des Mondsees und einige Meldungen gerissener Rehe konnten durch speziell geschulte Jäger dem Luchs in den Bezirken Rohrbach, Urfahr-Umgebung, Freistadt sowie Kirchdorf und Steyr-Land zugeordnet werden", schilderte Landesjägermeister Sepp Brandmayr die Heimkehr der Luchse. Der Wildbiologe Christopher Böck ergänzte, vergangenes Jahr seien auch Luchsrisse bei Rehen aus den Bezirken Ried und Vöcklabruck gemeldet worden.

Appell für mehr Akzeptanz
Der Landesjagdverband wirbt um Akzeptanz bei der nichtjagenden Bevölkerung sowie den Jägern. Verstöße, wie Abschüsse der ganzjährig geschonten Tierart, werden in Oberösterreich mit einer Geldstrafe von bis zu 2.200 Euro sowie dem Entzug der Jagdkarte geahndet. Luchse stehen national ganz oben auf der Roten Liste. Sie gelten als neugierig, aber sie meiden den direkten Kontakt mit Menschen. Sie seien eher nicht scheu, aber vielmehr "unsichtbar", denn durch ihr Fell seien sie hervorragend an den Lebensraum Wald angepasst, erläutert Böck und: "Luchse sind für den Menschen übrigens ungefährlich". So beobachte ein Luchs sein Umfeld sehr genau und ziehe sich bei Gefahr zurück.

 krone.at
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