Fr, 21. September 2018

Premium-Kopfhörer

29.01.2017 09:00

Sennheiser HD 800 S: So klingen 1600 Euro

Guter Klang hat seinen Preis. Demnach muss der Sennheiser HD 800 S außerordentlich klingen - schließlich schlägt er mit knapp 1600 Euro kräftig zu Buche. Ob dem auch tatsächlich so ist? krone.at hat es getestet.

1600 Euro - die stülpt man sich nicht eben einfach mal so auf den Kopf. Schon gar nicht in der Wiener U-Bahn. Dafür ist der Sennheiser HD 800 S allerdings auch gar nicht gemacht, was bereits beim Auspacken aus der mit schwarzem Satin ausgekleideten Verpackung, besser gesagt: Schatulle, deutlich wird. Denn einen - Verzeihung - popeligen 3,5-Millimeter-Klinkenstecker sucht man bei dem Referenzkopfhörer vergeblich.

Stattdessen hat man die Wahl zwischen der wesentlich potenteren 6,3-Millimeter-Klinke oder einem XLR-4-Stecker samt einem entsprechend dickem und dieser Preisklasse würdigem Audiokabel. Smartphones und MP3-Player sind demnach zunächst außen vor; und auch wenn der Anschluss mittels Klinkenadapter prinzipiell möglich wäre, so käme dies doch einem Frevel gleich.

Der Sennheiser will viel lieber an eine klassische HiFi-Anlage oder einen Kopfhörerverstärker gestöpselt werden. Und er will, dass man sich auf die Musik einlässt, sich ihr voll und ganz verschreibt. Seine bequem gepolsterten Muscheln umschließen das Ohr deshalb nicht nur, sondern lassen diesem darunter derart viel Platz, dass man den HD 800 S problemlos über Stunden hinweg bequem tragen kann, ohne heiße Ohren und Druckstellen davonzutragen.

Viel wichtiger aber: Der Sennheiser gibt die Musik absolut unverfälscht wieder. Für bis dato von Bässen dauerhaft umspülte, ja geradezu durchweichte Lauscher mag das zunächst langweilig und kraftlos klingen. Doch wenn sich nach einer Weile der Eingewöhnung feinste Nuancen herauszukristallisieren beginnen und plötzlich Dinge zu hören sind, die bei anderen Modellen im Klangbrei untergehen, dann weiß man die Klangreinheit zu schätzen - und möchte diese auch nicht mehr wissen.

Voraussetzung aber ist, dass der High-Resolution-Kopfhörer mit dem richtigen Material "gefüttert" wird. Stark komprimierte MP3s sind ein absolutes No-Go für den HD 800 S. Man fährt einen Sportwagen schließlich auch nicht im ersten Gang. Klar ist aber auch: Mit seiner UVP von 1598 Euro bleibt der Sennheiser wie besagter Sportwagen den meisten von uns wohl vorenthalten.

Sebastian Räuchle
Sebastian Räuchle

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