Bestände empfindlich

EU-Staaten wollen Tiefsee-Fischfang reduzieren

Tierecke
15.11.2016 10:15

Die EU-Staaten wollen sensible Tiefsee-Fischbestände in den kommenden zwei Jahren weniger befischen. Darauf verständigten sich die EU-Fischereiminister einstimmig am Montagabend bei einem Treffen in Brüssel, wie die slowakische Ministerin Gabriela Matecna mitteilte. Die Slowakei hat derzeit den Vorsitz unter den EU-Staaten inne.

Tiefsee-Bestände sind besonders empfindlich, da sich die Tiere vergleichsweise langsam vermehren. Nach Angaben der EU-Kommission entfällt im Nordostatlantik etwa rund ein Prozent aller gefangenen Fische auf die Tiefseefischerei. In den vergangenen Jahren sind die Bestände immer knapper geworden. Die damit verbundenen Arbeitsplätze im Fischsektor haben in der Folge ebenfalls abgenommen.

85% der Bestände wegen Überfischung gefährdet
Die Rote Fleckbrasse etwa ist im Ärmelkanal und im Golf von Biskaya stark dezimiert worden. Die EU-Staaten wollen demnach zur Erholung der Bestände beitragen. Die Meeresschutz-Organisation Oceana hatte in einer kurz zuvor vorgestellten Studie darauf verwiesen, dass 85 Prozent sämtlicher Fisch-Bestände in EU-Gewässern wegen Überfischung beeinträchtigt seien. Durch nachhaltigere Fangmethoden könnten die Vorkommen jedoch innerhalb einiger Jahre deutlich gestärkt werden.

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