Di, 17. Juli 2018

Gezielte Maßnahmen

27.10.2016 17:16

Clown-Debatte in den Schulen

Das Auftreten von angeblichen "Horrorclowns" in Österreich und Deutschland sorgt in den heimischen Klassenzimmern für große Aufregung. "Unser Kinder trauen sich nicht mehr, allein herumzulaufen!", ärgert sich eine Klagenfurter VS-Direktorin. Durch gezielte Maßnahmen versuche man, ihnen die Angst zu nehmen.

"Als Elternteil hat man es nicht leicht. Da die Kinder in der Schule viel untereinander reden, glaubt mittlerweile schon fast jeder, irgendwo einen Clown gesehen zu haben- auch wenn in Wahrheit gar nichts ist", erzählt der Moosburger Jürgen Kupper, Vater von zwei Kindern im Alter von fünf und acht Jahren. Und mit seinen Sorgen ist er wohl nicht allein.

"Vor allem am Anfang war eine große Aufregung", erzählt Waltraud Egger, Direktorin der Volksschule 6 in Klagenfurt-Annabichl. "Unsere Kinder haben sich nicht mehr allein in die Garderobe getraut, da sie sich im Kellerbereich befindet. Daher müssen die Erwachsenen sie begleiten und ihnen die Angst nehmen."

Schauplatzwechsel in die VS St. Veit: "Wir nehmen das Thema natürlich ernst. Wenn da nur irgendwas ist, reagieren wir sofort", sagt Direktorin Christine Mair, die betont, dass die Schule stets auf Sicherheit gesetzt habe. "Unsere Außentüren sind geschlossen, außerdem ist wegen des Verkehrs immer ein Polizist in der Nähe." Man habe bisher aber nicht mit Clowns, sondern mit betrunkenen Obdachlosen Probleme gehabt, die vor der Schule gehaust hatten. "Das ist nun gelöst."

Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger rät allen Eltern und Lehrern, die Clowndebatte "mit Maß und Ziel" zu behandeln. "Ein paar Verrückte sind früher auch herumgelaufen. Wir müssen deshalb kein Anti-Clown-Programm starten."

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