Mo, 24. September 2018

Zwei Daddys

19.10.2016 11:59

"Bridget Jones' Baby": Unverhofft kommt oft

Man weiß erst, wie sehr man sie vermisst hat, wenn sie wieder im Pyjama da sitzt, ein Geburtstagstörtchen und ein Glas Chardonnay vor sich. 15 Jahre nach "Schokolade zum Frühstück" und 12 Jahre nach der weniger gelungenen Fortsetzung "Am Rande des Wahnsinns" ist Bridget Jones zurück, so liebenswert wie eh und je - und schwanger zwischen zwei Männern. Ab 21. Oktober läuft "Bridget Jones' Baby" im Kino.

Wobei der von Hugh Grant gespielte, schmierige Frauenschwarm Daniel Cleaver als Counterpart zum steifen aber verlässlichen Mark Darcy (Colin Firth) mittlerweile von der Bildfläche verschwunden ist. Seit dem Absturz seines Privatflugzeugs ist er verschollen und just an Bridgets 43. Geburtstag wird zur Beerdigung geladen. In der Kirche läuft Bridget (Renee Zellweger) dann auch noch ihrem Ex Mark und dessen neuer Ehefrau über den Weg; am Abend wird sie von ihren mittlerweile mit Kinderaufsicht beschäftigten Freunden sitzen gelassen.

Doch auch ein katastrophaler Geburtstag vermag Bridget nicht aus der Bahn zu werfen: Sie ist zwar (wieder) Single, hat aber ihr Idealgewicht erreicht und den Zigaretten abgeschworen und ist erfolgreiche Produzentin einer Nachrichtenshow, die gerade von einer Hipster-Truppe "mit ironischen Bärten" umgekrempelt wird.

Einzig die sexuelle Durststrecke ist nicht ideal, doch schon bald winkt (doppelte) Abhilfe: Auf einem Musikfestival wird Bridget vom feschen Jack (Patrick Dempsey) erst aus dem Gatsch gerettet und dann in dessen Zelt beglückt. Und nur wenige Tage später flammen alte Gefühle mit dem fast geschiedenen Mark wieder auf und entladen sich in einer leidenschaftlichen Nacht. Wenige Wochen später stellt Bridget fest, dass sie schwanger ist - doch ihre Gynäkologin (Emma Thompson) kann partout nicht den Zeugungstag präzisieren. Unwissend, wer der Vater ist, teilt Bridget beiden Herren die frohe Botschaft mit - und das Chaos beginnt...

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Wie zwei potenzielle Daddys in spe um die Gunst einer schwangeren Mittvierzigerin hampeln, wie Bridget im Dauer-Clinch mit ihren Ängsten und ihrer Libido einmal mehr die chaotische Katastrophenfrau mimt, und bei ihrem erneuten Anlauf zum ganz großen Glück ihre weibliche Unbefangenheit zum Atout jeder noch so verqueren Situation macht, ist eine Klasse für sich. Kolossal witzig: Emma Thompson als sarkastische Gynäkologin.

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