Mi, 20. März 2019
07.09.2016 22:01

Aus Rache

Steirer zündete Wohnung der Ex an

"Ich wollte, dass sie nie mehr in unserer gemeinsamen Wohnung glücklich wird!" - so emotionslos erklärte ein Steirer (23) am Mittwoch vor Gericht, warum er in Leibnitz zum Brandstifter wurde. Seit Juli sitzt der arbeitslose Kfz-Mechaniker in Graz in U-Haft. Jetzt soll ein Gutachter über seine Gefährlichkeit befinden.

Es war ein ewiges Hin- und Her mit seiner Ex-Verlobten (23). Als "Ziehharmonika-Beziehung" beschreibt es Richter Andreas Lenz. Allein 46.000 Whatsapp-Nachrichten hat sich das Ex-Paar geschrieben. Wenige Monate vor der Brandstiftung zog sie dann einen Schlussstrich. Auslöser für die Wahnsinnstat dürfte dann eine Schmuserei der "Ex" mit ihrem neuen Freund gewesen sein.

Betrunken stürmte der 23-Jährige, der in der Beziehung immer wieder handgreiflich geworden war, ihre leere Wohnung, in der er in der Vornacht noch geschlafen hatte. "Ich hatte nur einen Gedanken. Ich wollte, dass sie nie mehr in unserer Wohnung glücklich leben kann", gestand er. Haarspray und ein Feuerzeug benutzte er, um die Wohnung abzufackeln. Die Balken verschloss er, damit niemand so schnell Wind davon bekam - nebenbei schickte er Feuervideos an seine Verflossene.

Bevor die Feuerwehr kam, stach sich der Arbeitslose 16 Mal in die Beine: "Ich wollte in der Wohnung sterben." Der Prozess wurde vertagt. Der Richter hat zur Abklärung der Gefährlichkeit ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben.

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