Di, 18. Dezember 2018

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29.07.2016 21:15

Bundesheer-Einsatz in Stanz angelaufen

Nach dem schweren Unwetter am Montag in Stanz leistet nun das Bundesheer mit 128 Soldaten - davon 90 Grundwehrdiener - Katastrophenhilfe. Beteiligt sind Truppen aus Graz und Villach mit schwerem Gerät, teilweise ist Gefahr im Verzug. Hänge müssen gesichert, Wege freigelegt, Wasserläufe entstopft werden.

Noch steht der Eibl-Hof, gebaut im 16. Jahrhundert, fast unversehrt da. Nur ein Wiesenstück samt Obstbäumen fehlt, der Bagger bearbeitet die Abbruchkante. Grundwehrdiener schaufeln an der Hangseite eines Stalls Lehm und Steine weg.

Wettlauf gegen drohende Unwetter
Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn am Wochenende soll es wieder Gewitter geben. "Am Montag hat es innerhalb von 20 Minuten 70 Liter pro Quadratmeter geregnet", erzählt der Bauer. Drei Generationen seiner Familie wohnen am Hof. Wenn es demnächst erneut genau hier niedergeht, dann fehlt dem Hang über den Häusern wegen der ersten Rutschung der Halt. "Das muss schleunigst stabilisiert werden, sonst schiebt es einen Teil des Gehöfts weg", spricht Oberst Christian Fiedler Klartext.

Bis zum Sonntag wird es sich aber kaum ausgehen mit der Verbauung. Zur Anwendung kommt das neue "Erdox"-Verfahren, bei dem eine pyramidenförmige Stahlkonstruktion tief in der Erde verankert und mit Erdreich hinterfüllt wird.

21 Schadensstellen
Auch sonst hat das Heer - zwei Züge aus Graz werden von Villacher Pionieren mit schwerem Gerät unterstützt - genug zu tun. 21 Schadensstellen wurden gezählt, im Graben liegt alles kreuz und quer. Der Traßnitzbach, jetzt wieder ein braunes Rinnsal, hat alles mitgerissen, die Straße unterspült. Verklausungen müssen beseitigt, Schäden mit Gestein geflickt werden, damit die Anrainer nicht beim nächsten Regen abgeschnitten sind. Bleibt zu hoffen, dass sich der Wettergott am Wochenende gnädiger zeigt.

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