Mi, 22. August 2018

Personalrunde

07.12.2015 10:23

Umbruch auf dem Arbeitsmarkt

Die Digitalisierung der Wirtschaft gefährdet immer mehr Jobs, eröffnet manchen aber neue Karrierechancen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist derzeit schwierig, noch nie gab es so viele Jobsuchende wie jetzt. Das ist erst der Beginn eines großen Umbruchs auf dem Stellenmarkt, sind sich die Experten der November-Personalrunde einig: Investmentbanker und Erfolgsautor („Investment Punk“) Gerald Hörhan, Personal-Dienstleister Martin Mayer von der Iventa und Innovationsberater Karl Hitschmann von der Firma Business Design.

"Ich glaube, der Arbeitsmarkt wird noch düsterer", sagt Hörhan. "Die Wirtschaft wächst nicht. Außerdem haben viele für die Jobs, die es gäbe, die falschen Qualifikationen." Technologischer Wandel als Herausforderung Hitschmann betont, dass die aktuelle technologische Revolution viele Berufsbilder gefährdet: "Die Digitalisierung wird Jobs in der Verwaltung, im Transport, im Verkauf kosten." Die Experten nennen auch Beispiele: Kommt das selbst fahrende Auto, braucht keiner mehr Taxifahrer. Setzt sich die SB-Kasse bei Supermärkten durch, werden Kassierer-Jobs obsolet.

"Auch für Unternehmen wird es immer komplizierter", sagt Mayer, der Firmen bei folgenden Fragen berät: "Wie positioniere ich mich als attraktiver Arbeitgeber, wen brauche ich, und wie erreiche ich potenzielle neue Mitarbeiter?" Laut den Wirtschafts-Profis bringt der Wandel aber auch neue Karriere-Chancen mit sich. "Heute werden Leute benötigt, die etwas von Online-Marketing verstehen, die soziale Medien programmieren können, oder Techniker in Bereichen wie Maschinenbau", sagt Hörhan. "Und viele handwerkliche Berufe wie z. B. Dachdecker können nicht so einfach durch Computer ersetzt werden." Junge Leuten rät er zu Ausbildungen in MINTBerufen, also Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik. Dem stimmt Hitschmann zu und ergänzt: "Meine Empfehlung ist, nicht nur eine Sache zu machen. Wer z. B. neben Technik noch ein sozialwissenschaftliches Fach studiert, bleibt im Kopf oft wacher und freier."

Innovationsfähigkeit wird immer wichtiger "Ein junger Mensch soll vor allem das machen, wofür er eine Leidenschaft entwickelt", sagt Mayer. Wichtig sei aber, darauf zu achten, dass man später einen Mehrwert schafft. "Ich kenne einen Fremdenführer, der sich in Rom auf Führungen für Familien spezialisiert hat und sich online vermarktet. Er kann davon sehr gut leben." Ein Problem, sich zu verändern, hätten oft jene, die zehn Jahre oder länger in derselben Firma arbeiten. Wichtig sei daher, immer wieder an der eigenen Persönlichkeit und Innovationsfähigkeit zu arbeiten!

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