So, 21. Oktober 2018

27-Jähriger vermisst

29.10.2015 23:00

Nach Nepal-Drama: Ganzer Ort hofft auf ein Wunder

Ungewissheit herrscht nach wie vor nach einem tragischen Bergunglück rund um einen abgestürzten Tiroler (27) in Nepal. Auch am Donnerstag konnten Hubschrauber wegen starken Nebels und Schneefalls keine Suchflüge starten. Rettungsteams versuchen trotzdem alles, den jungen Mann zu finden. Im Heimatort Umhausen im Ötztal hofft man derweil auf ein Wunder.

Vergangenen Freitag feierte Gerhard Fiegl noch seinen 27. Geburtstag. Seit Dienstag bangen die Eltern, die Schwester sowie zahlreiche Freunde um das Leben des jungen Alpinisten und hoffen weiterhin auf positive Nachrichten aus Nepal. "Ganz Umhausen ist schockiert. Fast alle kennen den netten Burschen. Er ist Mitglied bei der Bergrettung sowie Berg- und Skiführer. Wir hoffen mit der Familie", meint Dorfchef Jakob Wolf.

Alpinist dürfte schwindlig geworden sein

Mit seinen ebenfalls erfahrenen und aus dem Oberland stammenden Bergsteiger-Kollegen Hansjörg Auer und Alexander Blümel wollte der studierte Meteorologe im Himalaya erstmals durch die Südwand des knapp 7000 Meter hohen Nilgiri South im Annapurna-Massiv klettern. Doch beim Abstieg dürfte dem 27-Jährigen schwindlig geworden sein. "Er soll gestolpert und mehrere hundert Meter abgestürzt sein", sagt Martin Weiss vom Außenamt.

Hubschrauber konnten Suchflüge nicht starten

Seitdem fehlt vom Alpinisten, den es schon als Kind auf die Gipfel zog, jede Spur. "In der Nacht ist ein halber Meter Schnee gefallen. Das Wetter ist sehr schlecht. Auch wegen starken Nebels konnten Hubschrauber bislang nicht fliegen", betonte Weiss. Verschiedene Rettungsteams würden trotzdem alles versuchen, um den jungen Ötztaler zu finden. Doch die Überlebenschancen schwinden Stunde für Stunde "Mit den Angehörigen stehen wir selbstverständlich in ständigem Kontakt", erklärt der Sprecher des Außenministeriums.

Die Begleiter erreichten wohlauf das Basislager

Die beiden anderen Expeditionsteilnehmer, die den Absturz ihres Kollegen miterleben mussten, konnten laut Angaben des Außenministeriums zum Basislager zurückkehren. "Sie sind zum Glück beide wohl auf."

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