Aberwitzig

Aberwitziges Debut von Gnarls Barkley

Musik
06.06.2006 22:49
Gnarls Barkley gelang mit "Crazy" schon jetzt der Überraschungserfolg des Jahres: Obwohl die Single zu Beginn nur als Download über das Internet erhältlich war, schaffte sie den Sprung in die britischen Hitlisten. Mit "St. Elsewhere" legt das verrückte Duo jetzt den Longplayer nach.
kmm

Die Briten mögen Gnarls Barkley zwar entdeckt haben, mittlerweile läuft die Single des amerikanischen Duos jedoch auch hierzulande nonstop über die Radiokanäle. Doch wer oder war verbirgt sich eigentlich hinter Gnarls Barkley?

Unter dem Namen Danger Mouse kann Brian Burton bereits auf eine Karriere als Beat-Bastler bei den Gorillaz zurückblicken. Der große Durchbruch samt Grammy-Nominierung gelang ihm jedoch mit dem "Grey Album", eine Remix-Verschmelzung aus dem "White Album" der Beatles und dem schwarzen Album von Rapper Jay-Z. Der Mann an seiner Seite und zweiter Kopf von Gnarls Barkley ist Sänger Calloway, auch bekannt als Cee-Lo Green, soulige Stimme und Gründungsmitglied der Hip-Hop-Formation Goodie Mob.

Die Mischung und Summe aller Einflüsse ergibt schließlich Gnarls Barkley: Abgefahrene Uptempo-Beats von Danger Mouse, deren Samples sich irgendwo aus dem Hip-Hop-("St. Elsewhere"), Electro-("Transformer") und Rock-Lager ("Gone Daddy Gone") rekrutieren und dabei von himmelhochjauzend bis zu Tode betrübt jede Stimmung perfekt zum Ausdruck bringen. Hinzu kommen Raps und eine herzzerreißende, im Gospel, Blues und Soul wurzelnde Stimme von Cee-Lo. Auf diese geballte Stilvielfalt trifft eigentlich nur ein Wort zu: Aberwitzig. 

Doch trotz aller Ausflüge in andere Genres klingt das 14 Tracks starke Album ungemein stimmig. Viele Songs entfalten sich zwar erst nach und nach, doch alleine Ohrwürmer wie "Crazy", "St. Elsewhere", "Smiley Faces" oder "Just a thought" rechtfertigen bereits den Kauf des Albums. Vom ersten bis zum letzten Track präsentieren Gnarls Barkley frischen, so bis dato nur selten gehörten Sound, der nach einer baldigen Fortsetzung verlangt und in diesem Jahr sicher noch öfter zu hören sein wird.

Fazit: 9 von 10 abgefahrenen Punkten

Sebastian Räuchle

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