Strache-Sager

Strache will Ausländer mit Gewalt & Geld loswerden

Österreich
27.05.2006 15:20
FPÖ-Chef Strache will Ausländern für ihre Rückführung in die Heimat Geld zahlen. Konkret schlug er drei Monate Arbeitslosengeld plus Reisegeld vor. Er bekräftigte auch seine Forderung nach einer zwangsweisen Rückführung von nicht integrationswilligen Personen und von Langzeitarbeitslosen, die länger als zwei Jahre keine Beschäftigung haben.

Im Wahlkampf will Strache nicht von seinem Stil mit zum Teil deftigen Aussagen abgehen. Er werde sich "den Mund nicht verbieten lassen" und auch die Frage der Zuwanderung ansprechen, kündigte Strache in einem Radio-Interview an.

Als Wahlziel nannte Strache "zehn Prozent und mehr". Kritik an den Aussagen Straches kam von den Grünen und den Orangen, die seine Forderung ablehnten, Ausländern Finanzhilfe für ihre Rückführung in die Heimat anzubieten. Die Grüne Integrationssprecherin Stoisits ortete beim FP-Chef "Verleumdungen von Menschen" und "eine völlige Verdrehung der österreichischen Gesetzeslage". BZÖ-Sprecher Scheu meinte, "Anreize ja, wie etwa der Ersatz der Reisespesen, aber sicher keine Luxus-Rückführhilfe a la Strache mit dem Geld der österreichischen Steuerzahler".

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