26.05.2006 19:07 |

Abgetrennter Kopf

Erste heiße Spur führt zu Schwammerlsucher

Im Kriminalrätsel um den auf der Wiener Sofienalpe gefundenen Kopf mit einem Ein- und Ausschussloch von einer Pistole gibt es eine erste mögliche Spur. Seit Oktober des vergangenen Jahres wird in dem Waldgebiet ein 61-jähriger Schwammerlsucher vermisst. Eine DNA-Untersuchung soll nun klären, ob es sich um den Pensionisten handelt.

Wie berichtet, hatte ein Wanderer-Pärchen, das vom Weg abgekommen war, den praktisch skelettierten Kopf ohne Unterkiefer im Hainbach in Wien-Penzing gefunden. Neben der noch ungeklärten Identität beschäftigen die Ermittler der Wiener Kriminaldirektion weitere Fragen. So gilt es zu klären, wo der Torso und die anderen Leichenteile sind und ob es sich um einen Freitod oder gar Mord handelt. Eine Waffe konnte bisher noch nicht gefunden werden.

So viel steht fest: Laut Gerichtsmediziner dürfte es sich bei der Waffe um eine kleinkalibrige Pistole - sieben bis acht Millimeter - gehandelt haben. Dass der Knochen an jener Stelle, wo die Kugel eintrat, gesplittert ist, könnte für einen angesetzten Schuss sprechen.

In dem Waldgebiet rund um den Fundort des Schädels ist jedenfalls seit Oktober 2005 ein allein stehender Wiener Pensionist abgängig. Nur sein Auto war damals in der Roßkopfgasse gefunden worden. Und: Andere Spaziergänger hatten schon zuvor einzelne kleine Knochenteile entdeckt. Erste DNA-Ergebnisse werden nächste Woche erwartet.

Christoph Budin, Kronen Zeitung
Symbolfoto: Reinhard Holl

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