24.05.2006 19:20 |

Nach Stanley-Mord

Zwei kleine Kinder stehen jetzt ohne Eltern da

Entsetzen nach der grausamen Bluttat in Rudersdorf (Burgenland): Nach einem Beziehungsdrama hatte ein Pensionist (63) seiner um 24 Jahre jüngeren Freundin mit einem Stanley-Messer die Kehle durchgeschnitten. Der Mörder stellte sich der Polizei. Die zwei Kinder, drei und sechs Jahre, stehen jetzt ohne Eltern da.

"Dieter war aggressiv und jähzornig. Immer wieder schlug er im Zorn unsere Tochter, sogar die Polizei musste öfters einschreiten", schildert der Vater des Opfers. Ihm fällt es schwer, die Tränen zu unterdrücken. Auch er war wegen dieser Vorfälle mehrmals mit dem mutmaßlichen Gewalttäter in Streit geraten: "Dass er jedoch so weit geht, hätte sich keiner gedacht."

Blutige Tragödie in Rudersdorf
Die blutige Tragödie ereignete sich am Dienstagfrüh im gemeinsamen Haus des Paares in Rudersdorf. "Am Sonntag davor war Christine noch bei uns, weil sie ihr Freund wieder einmal geprügelt hatte. Wir wollten sie überreden, bei uns zu bleiben. Doch Christine wollte nicht auf uns hören und ging zu ihm zurück", machen sich ihre Eltern jetzt Vorwürfe.
Die Familie steht unter Schock.

Vor allem die dreijährige Sabrina und Thomas (6) machen jetzt die schlimmste Zeit ihres jungen Lebens durch. Das Mädchen hatte sogar den Mord mitansehen müssen, ihr gilt jetzt die ganze Zuwendung. "Wir wollen unsere Enkelkinder auf keinen Fall hergeben. Bei uns sind sie am besten aufgehoben", kämpfen die Großeltern um die Obsorge.

Der Täter sitzt in Eisenstadt in Untersuchungshaft. Seit seinem Geständnis schweigt er.

SVon Karl Grammer, Symbolbild

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