Regierung bestätigt

Zypern: Wähler stützen Präsident Papadopoulus

Ausland
22.05.2006 09:13
Die Zyprioten haben bei der Parlamentswahl am Sonntag Präsident Papadopoulos gestärkt, der gegen einen EU-Beitritt der Türkei ist. Die Demokratische Partei (DIKO/Mitte-Rechts) von Papadopoulus habe 17,91 Prozent der Stimmen nach 14,84 Prozent beim Urnengang 2001 erhalten. Die Parteien der Regierungskoalition kamen zusammen auf fast 69 Prozent der Stimmen.

Der Koalition gehören neben AKEL und DIKO auch die sozialistische EDEK, die DISY-Abspaltung EVROKO und die Grünen an. Die Parlamentswahl galt als erster Prüfstein für die Politik der Inselgriechen seit dem EU-Beitritt Zyperns vor zwei Jahren. Eine Neuaufnahme der Gespräche über eine Wiedervereinigung der Insel dürfte unter dem gestärkten Präsidenten schwierig bleiben.

Scharfer Kritiker der Türkei
Papadopoulos ist ein scharfer Kritiker der Türkei, die ihrerseits in die EU strebt. Ohne die Zustimmung Zyperns ist ein Beitritt des moslemisch geprägten Landes aber nicht möglich. Politische Beobachter bewerteten den Ausgang als Signal für Papadopoulos, seinen harten Kurs gegen die Türkei weiter zu fahren - obwohl die Wahl keinen direkten Einfluss auf die Regierung hat.

Die Zyprioten hatten 2004 gegen den UNO-Friedensplan für die geteilte Mittelmeerinsel gestimmt. Die Parteien, die sich damals für den UN-Vorschlag eingesetzt hatten, wurden von den Wählern prompt abgestraft und mussten Einbußen hinnehmen. Zypern wurde 1960 von Großbritannien in die Unabhängigkeit entlassen. Die Insel ist faktisch seit mehr als dreißig Jahren zwischen Türken und Griechen politisch geteilt. 2004 war die Republik Zypern - eigentlich aber nur der griechische Teil - der EU beigetreten.

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