Made in Austria

Heimischer Funpunk von No More Encore

Musik
21.05.2006 17:46
Ja, es gibt sie: gute Musik aus Österreich, fernab von Christina Stürmer oder SheSays. Allerdings muss man schon danach suchen, fristen viele Bands doch ein zumeist eher trauriges Schattendasein. Dabei gibt es überhaupt keinen Grund, warum heimische Bands den internationalen Vergleich scheuen sollten. Ein gelungenes Beispiel sind die Funpunker von "No More Encore", die vor kurzem ihren zweiten Longplayer "For Those Times To Feel Alive" veröffentlichten.
(Bild: kmm)

Trotz des erst recht jungen Bestehens der Perchtoldsdorfer Punk-Band "No More Encore" können die vier Burschen bereits auf eine ganze Reihe beträchtlicher Erfolge zurückblicken. So konnten sie nicht nur einen Sieg beim Emergenza-Bandwettbewerb, dem größten seiner Art in Europa, verbuchen, sondern auch bereits auf großen Festivals und vor angesagten Musikern, wie beispielsweise Avril Lavigne, die Bühne rocken. 

Jetzt liegt mit "For Those Times To Feel Alive" der zweite Longplayer der Funpunker vor - und der geht, wie es sich für diese Musik nun mal gehört, gleich so richtig zur Sache. Ohne Umschweife legen "No More Encore" ein sehr hohes Tempo vor, was sie bis zum Schluss des 13 Tracks starken Albums halten. Lediglich "Damn good friend" und "I Know" drosseln ein wenig das Tempo, legen gegen Ende aber wieder einen Zahn zu.

Und wie klingen "No More Encore"? Eigentlich auch nicht anders als bekannte Größen wie Blink 187 oder Sum 41. Funpunk eben. Schnelle und druckvolle Drums, vor Kraft strotzende Gitarren und wunderschön harmonische Gesangseinlagen, die während der melodiösen Refrains immer wieder den einen oder anderen Ohrwurm liefern. Doch auch andere Einflüsse fanden ihren Weg auf das Album, so zum Beispiel die Crossover-Anleihen auf "All about commitment".

In punkto Texten versuchen "No More Encore" ebenfalls anders zu klingen, vermischen sie doch hier und da englische mit deutschen Textzeilen. Allerdings scheinen die Vier von diesem Vorhaben selber nicht all zu überzeugt zu sein, fallen sie doch zu schnell wieder ins Englische zurück. Eigentlich schade, denn so hätte "For Those Times To Feel Alive" noch eine Spur origineller ausfallen können. 

Trotz allem liefern "No More Encore" ein sehr gutes, weil gute Laune machendes Album ab. Einziger Kritikpunkt: Stellenweise könnte es ruhig eine Spur dreckiger klingen. Die Produktion an sich klingt für österreichische Verhältnisse jedoch erstaunlich dick. Sehr erfreuliches Detail am Rande: Fast jeder der Songs schafft es über die für Punk so typische Länge von drei Minuten. 

Über den Link in der Infobox gelangst du zu Hörproben von "No More Encore".

Fazit: 8 von 10 Perchtoldsdorfer Punkern

von Sebastian Räuchle

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