Protestaktion

Tempo Null auf der Tauernautobahn

Österreich
21.05.2006 16:37
Tempo Null hat es am Sonntagnachmittag auf der Tauernautobahn A10 zwischen Spittal-Ost und Villach-West gegeben. Gegner der Tempo-160-Versuchsstrecke protestierten mit einer für zwei Stunden angesetzten Blockade gegen das Projekt von Verkehrsminister Gorbach. Der Verkehr wurde über die Drautal- Bundesstraße B100 umgeleitet, zu Problemen kam es nach Angaben der Polizei nicht.

Gerhard Köfer, Sprecher der Plattform, welche die Blockade organisiert hatte, zeigte sich am Nachmittag trotz der widrigen Wetterbedingungen zufrieden mit dem Verlauf der Aktion. "Wir haben unser Zeichen gesetzt, das war einfach notwendig", bilanzierte der Spittaler SPÖ-Bürgermeister. Um, wie er sagte, den Autofahrern weitere Wartezeiten zu ersparen - und wohl auch auf Grund des zeitweise heftigen Regens und starken Windes - wurde die Blockade etwas früher beendet.

Die nach Angaben der Veranstalter rund 150 Teilnehmer verließen die Tauernautobahn zu Fuß, die Sperre konnte vor 16.00 Uhr wieder aufgehoben werden. Unterstützung hatte die lokale Protestgruppe auch wieder von Greenpeace erhalten. Die Umweltaktivisten hatten ja am 2. Mai zum Auftakt des Tempo-160-Pilotversuchs mittels einer Menschenkette die A10 in Richtung Spittal den ganzen Tag lang blockiert. Greenpeace-Verkehrsexperte Erwin Mayer forderte erneut eine Rücknahme des Tempo-Versuchs.

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