Anthrax, Pest & Co.

Sorge um tödliche Erreger in Pentagon-Laboren

Ausland
11.09.2015 15:05
Aufregung in den USA: Mitarbeiter der sichersten Labore des Verteidigungsministeriums haben Proben von potenziell tödlichen Erregern möglicherweise falsch gekennzeichnet, unsachgemäß gelagert und verschifft. In der Vorwoche hatte der Fund von Anthrax-Bakterien in einer Einrichtung der US-Armee im Bundesstaat Utah zur vorsorglichen Schließung aller neun Pentagon-Labore geführt. Nun sorgte ein neuer Verdacht für Aufregung.

Neben dem potenziell tödlichen Milzbranderreger ermittelt die Armee nun auch wegen möglicher Pest- und Enzephalitiserreger, sagte Pentagon-Sprecher Peter Cook am Donnerstag. Derzeit werde ermittelt, ob die Erreger eine Gefährdung darstellten und ob sie möglicherweise an andere Labore verschifft oder falsch beschriftet wurden, sagte Cook.

Bisher gebe es aber keine Hinweise, dass die Gesundheit der Mitarbeiter oder der Menschen außerhalb des Labors gefährdet sei. "Das heißt nicht, dass wir dieser Sache nicht auf den Grund gehen und nicht jeden Stein umdrehen werden", sagte Cook. Das Programm des Verteidigungsministeriums zum Kampf gegen biologische Kampfmittel habe "eindeutig einige Probleme" gehabt. Die Arbeit mit dem größten Teil der Erreger sei nun gestoppt worden.

Mikroskopische Aufnahme des Anthrax-Erregers (Bild: Centers for Disease Control and Prevention)
Mikroskopische Aufnahme des Anthrax-Erregers

Anthrax (Milzbrand) ist eine Erkrankung, die vor allem Huftiere betrifft, aber auch für Menschen höchst gefährlich ist. Das Toxin ist besonders heimtückisch: Wird es eingeatmet, liegt die Todesrate ohne Behandlung bei 90 Prozent. Dazu kommt, dass Betroffene noch bis zu zwei Wochen, nachdem alle Erreger mit Antibiotika abgetötet wurden, daran sterben können.

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