Die Geschichte dieser Defloration findet sich wohl in der Buchabteilung "Seltsam - aber wahr".
Folgender Tatbestand: Eine junge Frau, nennen wir sie Claudia, lernt eine andere junge Frau (28) kennen. Karin. Beide sind Studentinnen, Karin mit einem Wiener Arzt (42) liiert. Claudia erzählt Karin, dass sie so gern und richtig romantisch entjungfert werden möchte. Und Karin, offensichtlich großherzig, bietet Claudia an: "Du, damit du’s fein hast, ich frag meinen Freund, ob er’s macht. Er ist so erfahren."
Der Arzt fühlt sich, no na, geschmeichelt und stellt seine männlichen Künste gern in den Dienst der hehren Sache. Seine einzige Bedingung: Das Mädchen muss eine Augenbinde tragen: "Sie hätte mich später bei Vorlesungen wieder erkennen können. Vielleicht wär ihr das unangenehm gewesen."
Ansonsten alles paletti: Er kocht, kredenzt guten Rotwein, Karin füttert Claudia (wegen der Augenbinde). Auch ein Seidenhemdchen liegt parat. Kerzen brennen in der Wohnung. Hach...
Auch während der Aktes selbst bleibt der Herr Dr. Gentleman ("ich hab sie immer gefragt, ob sie mit allem einverstanden ist"), Karin hält Händchen, Claudia ist im siebten Himmel.
Bis ein Jahr später plötzlich die Polizei den Herrn Doktor und Karin abholt: Vergewaltigung! Claudia hat beide angezeigt, weil sie jetzt behauptet: "Das war alles gegen meinen Willen."
Aber sie verstrickt sich in Widersprüche, die Aussagen der Angeklagten sind dafür umso glaubwürdiger. "Sie wollte es genau so."
Freispruch in allen Punkten. Doch die Moral von der Geschicht: Männer seid nicht allzu "menschenfreundlich", es könnt ins Aug gehen...
Susi Hauenstein, Kronen Zeitung










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