Mo, 10. Dezember 2018

Mangels Alternativen

08.09.2015 10:48

Flüchtlinge: 150 obdachlos, 2500 in Zelten

Die Temperaturen rücken in der Nacht langsam in Richtung Gefrierpunkt, und dennoch müssen mehr als 2500 Flüchtlinge in Österreich mangels Alternativen in Zelten ausharren. Noch schlimmer hat es jene erwischt, die nicht einmal ein Dach über dem Kopf haben. In Traiskirchen sind weiter 150 Flüchtlinge obdachlos.

3800 Personen befinden sich in der größten Bundesbetreuungsstelle des Landes bzw. am angrenzenden Areal der Polizeiakademie. Nur für gut 2100 gibt es Schlafplätze. 1500 sind in Zelten untergebracht, der Rest muss sich unter freiem Himmel durchschlagen.

Traiskirchen ist aber nicht die einzige noch bestehende Zeltstadt. 240 Flüchtlinge sind derart in der Kärntner Gemeinde Althofen untergebracht, jeweils 230 auf einem Polizeigelände sowie in der Schwarzenberg-Kaserne jeweils in Salzburg. Dazu kommen noch 200 Zeltplätze in Krumpendorf und 150 in Eisenstadt.

Lange noch nicht so weit ist man seitens des Bundes mit der Aufstellung von Containern. Neben dem Verteilerzentrum in Innsbruck stehen derzeit bloß Containerdörfer in Mondsee und Ohlsdorf. In Linz-Hörsching ist ein weiteres im Entstehen.

Erst ab Oktober dürfte sich einiges ändern
Erst ab Oktober, wenn das neue Durchgriffsrecht des Bundes Gesetz wird, dürfte sich hier einiges ändern. Erstens dürften noch weit mehr Container als bisher errichtet werden. Zweitens würde sich dem Bund die Möglichkeit bieten, zum Beispiel größere (ehemalige) Hotels anzumieten, um dort entsprechende Kapazitäten zu schaffen, wenn die Unterbringung in Zelten aus Temperatur-Gründen endgültig unmöglich ist.

Bei der Erfüllung der Quoten tun sich die Länder weiter schwer. Derzeit positivste Ausnahme ist Vorarlberg, das sogar ohne Bundesquartiere die 100-Prozent-Vorgabe erfüllt.

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