"Die Vergleichsverhandlungen machen gute Fortschritte", sagte BAWAG-Sprecher Heimhofer. "Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Tagen zu einer Einigung kommen können". Darüber hinaus machte er keine Angaben.
Vorstand, Aufsichtsrat, ÖGB-Präsidium und Spitzenvertreter von Behördenhatten über ein "Paket" für einen US-Vergleich, die Bundesgarantie und die von Banken und Versicherungen versprochene Kapitalspritze beraten. Man wolle den am Wochenende weiter verhandelten Vergleich mit den Geschädigten des pleitegegangenen US- Brokers Refco unter Dach und Fach bringen, hieß es.
Ohne dieses Settlement gibt es keine Bilanz und ohne die Einigung mit den US-Klägern und -Behörden kann auch für die Garantieerklärungen nicht abschließend beurteilt werden, ob die darin vorgesehenen Summen reichen. Der Bund hat, um einen Bankrott der BAWAG abzuwehren, eine bis zu 900 Mio. Euro umfassende Garantie zugesagt und dies auch bereits in Gesetzesform gegossen. Von Banken und Versicherungen sollen 450 Mio. Euro Kapitalspritze für die BAWAG aufgebracht werden.
Erst wenn das Paket geschnürt ist, ist an einen Verkauf der Bank zu denken. Laut BAWAG-Sicherungsgesetz muss sich der ÖGB bis Juli 2007 auf jeden Fall und total von seiner Bank trennen. In Finanzkreisen wird davon ausgegangen, dass ein "beschleunigter Verkaufsprozess" auf Schiene kommt.
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