Auftrags-Killer

Zwei Schuldsprüche nach Auftragsmördersuche

Österreich
11.05.2006 14:38
Im Prozess wegen versuchter Anstiftung zum Mord gegen eine 43-jährige Burgenländerin und ihren 37-jährigen Freund in Eisenstadt hat ein Geschworenengericht am Mittwoch Abend zwei Schuldsprüche gefällt. Die 43-jährige Frau wurde zu elf Jahren Gefängnis verurteilt, der Mitangeklagte erhielt fünf Jahre Haft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab, der Mitangeklagte nahm das Urteil an, für die 43-Jährige legte ihr Anwalt Nichtigkeitsbeschwerde ein. Den beiden wurde vorgeworfen, dass sie einen Killer gesucht hatten, der den Ex-Ehemann der Frau beseitigen sollte.

Ein Mitbewohner, der zunächst am Telefon vorgab, den Auftrag übernehmen zu wollen, benachrichtigte nach Erhalt einer Anzahlung von 2.000 Euro den Ex-Ehemann und die Polizei.

Bei der Strafbemessung sei für die 43-Jährige ihre bisherige Unbescholtenheit mildernd sowie der Umstand, dass es beim Versuch geblieben sei, so die Vorsitzende Birgit Falb in ihrer Urteilsbegründung. Beim 37-Jährigen sei noch sein Geständnis dazugekommen, so dass man in seinem Fall eine außerordentliche Strafmilderung annehmen könne.

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