Laut Auswertung der Section Control sei es pro Tag im Schnitt rund zehn Stunden lang erlaubt gewesen, mit der Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h zu fahren. Da sich die große Mehrheit der Autofahrer mit dem Fließverkehr bewegt habe, lag die Durchschnittsgeschwindigkeit "nur" zwischen 130 und 150 km/h. Mit mehr als 160 km/h sei kein einziger Verkehrsteilnehmer gemessen worden, es gab auch keine Unfälle.
Besonders in den Morgenstunden ist schneller gefahren worden, der Sonntag war mit 14 Stunden jener Tag, an dem am längsten Tempo 160 erlaubt war.
BZÖ zieht positive Zwischenbilanz
Der Test sei ein "voller Erfolg", da das Limit nicht ein einziges Mal überschritten worden ist, sagte Verkehrsminister Hubert Gorbach (BZÖ). Und Parteikollege Uwe Scheuch fügte hinzu: "Die erste Woche ist ein riesiger Erfolg. Wir sind am richtigen Weg und werden diesen auch konsequent fortsetzen." Die Blockade der Greenpeace-Aktivisten, die bis auf zwei Personen aus Ausländern bestand, habe außer einer Gefährdung für die Autofahrer und Anrainer nichts gebracht. Die umliegenden Bewohner hätten mit Unverständnis und Ärger reagiert, kritisierte Scheuch.
Kritik von der SPÖ
Man müsse sofort mit der Teststrecke aufhören und stattdessen über ein gesamtösterreichisch sinnvolles Verkehrssicherheits-Konzept reden, wie man mit Geschwindigkeitslimits und Verkehrsleitsystemen ein möglichst hohes Maß an Verkehrssicherheit erreichen kann, übt hingegen der SPÖ-Verkehrssprecher Kurt Eder Kritik.
Greenpeace: "Freibrief für Raser"
Aufgrund fehlender Kennzeichnung besteht die Gefahr, dass die Section Control auf der Tempo-160-Teststrecke in Kärnten ungültig ist. Hiermit haben Raser einen Freibrief, die Höchstgeschwindigkeit zu überschreiten, weil sie rechtlich nicht belangt werden können. "Anzeigen werden wahrscheinlich leer ausgehen, Raser nicht zur Verantwortung gezogen werden können", sagte Greenpeace-Verkehrssprecher Erwin Mayer.
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