Es hatte für die Opfer alles so echt ausgesehen. Die Männer im Anzug, ihr seriöses Auftreten, das Fachwissen. Dazu ständig Treffen im Ausland, in Paris, in Amsterdam, Mailand. Wer hätte da schon an Betrüger gedacht? Mindestens 14 Opfer der Bande aus Wien-Favoriten haben es nicht.
"Grüß Gott, ich bin ein griechischer Staatsanwalt, der für einen Großinvestor arbeitet, der wiederum in eines Ihrer Immobilienprojekte einsteigen möchte" - mit dieser Behauptung gingen die Täter hausieren und rannten bei vielen (echten) Geschäftsleuten offene Türen ein. "Wir geben Ihnen 1,5 Millionen Euro Kredit", hieß es dann weiter. "Aber wir brauchen Sicherheiten."
Und so kam es, dass sich die Unternehmer mit Koffer voller Hundert-Euro-Scheine auf Treffen mit den Gaunern einließen. "Die Verdächtigen haben dann per Handy ihre Kunden im Ausland in zwielichtige Straßen gelockt", erklärt Ermittler Walter Knes von der Kriminaldirektion. Dann gab es entweder die harte oder die sanfte Tour. Entweder der Unternehmer gab sich beim Tausch der Summen nichtsahnend mit Falschgeld oder gar Papierschnipseln zufrieden. Oder sie wurden mit Pistolen zu Boden geprügelt.
12 Verdächtige wurden ausgeforscht, drei von ihnen sind auf der Flucht. Hinweise an die Kriminaldirektion 1: Tel.: 01 31310 DW: 33800.
Von Michael Pommer; Bild: Symbolfoto










Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.