Nur leicht verletzt

Tscheche rutscht fast 600 Meter steil bergab

Österreich
07.05.2006 14:17
Glimpflich ausgegangen ist am Sonntag ein dramatischer Bergunfall in der Pallavicini-Rinne im Kärntner Großglocknergebiet. Ein 29-jähriger Tscheche stürzte vom oberen Drittel, auf 3.540 Meter Seehöhe, die gesamte Rinne hinab – das sind gut 500 bis 600 Meter steil bergab! Er kam leicht verletzt mit Prellungen und Hautabschürfungen davon.

Die vier tschechischen Bergsteiger, drei Männer und eine Frau, waren zu einer morgendlichen Tour durch die Pallavicini-Rinne, ein beliebtes Ausflugsziel am Großglockner, aufgebrochen. Sie stiegen in zwei Zweierseilschaften auf, der 29-Jährige ging als Erster.

Partner konnte sturz abfangen, aber das Seil riss!
Gegen 7.10 Uhr stürzte er, weil der Eispickel nicht hielt. Sein Seilpartner konnte den Sturz zwar halten, durch eine scharfe Geländekante riss jedoch das Seil. Andere Bergsteiger alarmierten die Rettungskräfte, der Polizeihubschrauber „Libelle“ sichtete die Absturzstelle. Der Verletzte wurde schließlich vom Rettungshubschrauber Christophorus 7 geborgen und ins Spital geflogen.

Steile Rinne!
Die Pallavicini-Rinne ist nach dem Grafen Alfred Pallavicini benannt. Er ließ vor fast 150 Jahren Stufen ins Eis schlagen um sich so die Erstbesteigung zu erleichtern. Auf einer Länge von 600 Metern müssen Bergsteigern manchmal bis zu 55 Grad Steilheit überwinden.

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