Nachfolger
Bush nominiert Hayden als neuen CIA-Chef
Hayden sei "äußerst qualifiziert" und kenne die Geheimdienstarbeit sehr genau, erklärte Bush. Die Regierung hoffe auf eine baldige Bestätigung Haydens durch den Senat, sagte Hadley. Um Bedenken wegen einer weiteren Militarisierung der Geheimdienste Rechnung zu tragen, solle die Nummer zwei der CIA, Vizeadmiral Albert Calland, nach weniger als einem Jahr seinen Posten aufgeben, verlautete aus Regierungskreisen.
Wahrscheinlich seien darüber hinaus weitere personelle Veränderungen. Hayden ist derzeit Stellvertreter des Nationalen Geheimdienstkoordinators John Negroponte und gilt als dessen engster Vertrauter. Sollte er die Leitung der CIA übernehmen, würde jeder US- Geheimdienst von einem Offizier geführt.
"Die falsche Person am falschen Ort zur falschen Zeit"
Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, der Republikaner Peter Hoekstra, hatte zuvor kritisiert, Hayden sei "die falsche Person am falschen Ort zur falschen Zeit". Ein General an der Spitze der CIA könne den Eindruck erwecken, dass der Geheimdienst vom Verteidigungsministerium kontrolliert werde, sagte Hoekstra am Sonntag dem Fernsehsender Fox.
Kritik von Abgeordneten
Auch der demokratische Senator Joseph Biden befürchtete, die Ernennung Haydens könnte den Eindruck entstehen lassen, dass das Pentagon sich die CIA einverleibt habe. Der republikanische Abgeordnete Saxby Chambliss zeigte sich ebenfalls kritisch. Die Tatsache, dass Hayden den Streitkräften angehöre, sei ein "größeres Problem".



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