05.05.2006 15:51 |

Fiese Tierquälerei

Pferdehasser erschlug Wallach mit Hammer

Ein besonders schwerer Fall von Tierquälerei hat sich in der Nacht auf Freitag in Ried im Traunkreis zugetragen. Zwei Pferde wurden von einem Unbekannten mit einem Vorschlaghammer attackiert. Ein Tier starb, das andere wurde lebensgefährlich verletzt. Die Besitzerin entdeckte die Tat in der Früh.

Der Pferdehasser versetzte beiden Vierbeinern je einen einzigen gezielten Hammerschlag auf den Kopf. Das ältere Tier, ein 25-jähriger Wallach, überlebte den Angriff nicht. Das jüngere, ein achtjähriger „Fuchs“, blieb schwer verletzt liegen. Ob es überleben wird, ist ungewiss.

Tierquälerei oder gezielte Aktion?
Obwohl die Tiere mit einem einzigen Schlag attackiert worden sind und sonst keine Verstümmelungen aufweisen, vermutet die Besitzerin eher einen Tierquäler hinter der Tat als eine gegen sie gerichtete Aktion. Das Motiv ist aber völlig unklar. Die Exekutive setzt auf Hinweise aus der Öffentlichkeit. Pferdebesitzer in der Umgebung wurden zu besonderer Wachsamkeit aufgerufen.

Pferderipper aus Oberösterreich bekam ein Jahr Gefängnis
Erst im Herbst 2004 hatte ein „Pferderipper“ in Oberösterreich für Schlagzeilen gesorgt. Er richtete eine Zuchtstute in Peuerbach grauenvoll zu. Das Tier hatte zahlreiche Stichverletzungen, die Hinterläufe waren abgeschlagen, die Genitalien verstümmelt. Beim darauf folgenden Prozess wurde der Täter zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt und in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.

Foto: Peter Tomschi (Symbolbild)

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